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Ostereier verstecken …

Vor kurzem hat eine unserer Mitarbeiterinnen dieses bezaubernde Osterei gemacht.

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Es handelt sich um ein Gedicht von Heinrich Heine:

Wenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
Dann knospen und blühen die Blümlein auf;
Wenn der Mond beginnt seinen Strahlenlauf,
Dann schwimmen die Sternlein hinterdrein;
Wenn der Sänger zwei süße Äuglein sieht,
Dann quellen ihm Lieder aus tiefem Gemüt; —
Doch Lieder und Sterne und Blümelein,
Und Äuglein und Mondglanz und Sonnenschein,
Wie sehr das Zeug auch gefällt,
So machts doch noch lang keine Welt.

 

Und falls Sie noch auf der Suche nach einem originellen Ostergeschenk zum Verstecken sind, schauen Sie doch heute oder morgen bei uns rein.
Dorothea Kokott führt vor, wie nach alter schlesischer Tradition Ostereier in Kratztechnik hergestellt wurden.

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Ausstellung: Ostereier in Kratztechnik vom 9. bis 10.3.2015

Bereits zum elften Mal laden wir zu einer besonders attraktiven, vorösterlichen Ausstellung ein: Wie in den zehn Jahren zuvor werden auch diesmal Ostereier gezeigt, die in sogenannter Kratztechnik verziert wurden. Die Ausstellung findet von Montag bis Dienstag (9. und 10. März) jeweils in der Zeit von 10 bis 13.30 Uhr sowie zwischen 14.30 und 18 Uhr in den Räumen der Stadtbücherei an der Severinstraße statt. Besucherinnen und Besucher haben zu den genannten Zeiten auch die Möglichkeit zu sehen, wie die Eier gestaltet werden. Der Eintritt ist frei. Und wer beim Besuch der Ausstellung sein Lieblings-Ei entdeckt, kann es gern auch erwerben.

Volkstracht

Dorothea Kokott aus dem polnischen Ort Osowiec beherrscht die alte Volkskunst der Kratztechnik noch. Das ganze Jahr über wendet Dorothea Kokott die lebendige Tradition an und verziert Eier auf diese Art und Weise. Damit pflegt sie ein altes österliches Brauchtum. Vor allem bei den Sorben, in Polen und in Mähren ist es verbreitet.

Jahrelang hat sich Kokott in der Technik vervollkommnet. Die Arbeit an diesen Kleinkunstwerken dauert oft mehrere Stunden. Mit großer Sorgfalt und viel Freude an der Arbeit entstehen diese österlichen Schmuckstücke. Die Eier sind von ganz unterschiedlicher Größe. Sie stammen von eigenen Hühnern und Gänsen.

Die Kratztechnik verlangt viel Geduld, eine ruhige Hand und zeichnerisches Können. Mit einem scharfen Gegenstand wird ein Muster in das mit Naturfarben kolorierte Ei eingeritzt. Dabei kratzt Kokott selbst fili-grane Ornamente frei aus der Hand. Auf farbigem Grund entsteht so eine zarte Zeichnung. Die Künstlerin hält sich meist an die überlieferten Muster. Einiges entsteht aber auch nach selbst entworfenen Motiven.