Archiv der Kategorie: Wochen-Tipp

Die Würfel sind gefallen. „Camel Up“ und „Geister, Geister, Schatzsuchmeister!“ sind die Sieger.

 

Die diesjährigen Preisträger in den Kategorien „Spiel des Jahres“ und „Kinderspiel des Jahres“ gehen an die Brettspiele „Camel up“ und „Geister, Geister, Schatzsuchmeister“.

„Camel Up“ camelup– Spiel des Jahres 2014

Dieses Kamelwettrennen ist völlig verrückt. Die Höckertiere sitzen tatsächlich huckepack aufeinander, wenn sie auf einem Feld landen – und das unterste zieht die Kollegen oben auch noch mit! Wie soll das bloß ausgehen?
Auf den Ausgang des Wettstreits können die Spieler bei „Camel Up“ zwischendurch wetten. Mit einfachen Regeln, lustiger Gestaltung und ungewöhnlichem Würfelbecher in Form einer Pyramide sei dieses Brettspiel das „Familienspiel par excellence“, urteilte die Jury.

„Geister, Geister, Schatzsuchgeistermeister“ – Kinderspiel des Jahres 2014

Im alten Haus sind die Geister los. Trotzdem trauen sich vier wagemutige Schatzsuchmeister hinein. Schließlich sind dort acht wertvolle Juwelen versteckt. Die bekommt aber nur, wer mit Geschick, Glück und Teamgeist gesegnet ist. Die Mitspieler sind in diesem spannenden kooperativen Spiel zur Zusammenarbeit verpflichtet. Das Basisspiel begeistert Grundschüler. Bei der Fortgeschrittenen-Version fiebert die ganze Familie mit. Brian Yu kreiert eine gespensterhafte Atmosphäre, die einen unweigerlich ins Spiel hineinzieht. Wird die Bedrohung zu übermächtig, stellt er das Miteinander in den Vordergrund, denn nur gemeinsam kann man das Böse abwenden. Zugleich schlägt das Spiel die Brücke zwischen den Generationen. Durch Varianten, die man schrittweise einführen kann, wachsen die Aufgaben – und mit ihnen die Spieler.

 

Der Kritikerpreis Spiel des Jahres ist ein vom Verein Spiel des Jahres e. V. seit 1979 vergebener Spielepreis für deutschsprachige Brett- und Kartenspiel-Neuheiten. Er gilt als die weltweit bedeutendste Spieleauszeichnung. Die Siedler von Catan und Carcassonne gelten mit ihren Millionenauflagen als die beiden populärsten Spiele, die diesen Preis erhalten haben. Seit 2001 wird auch das Kinderspiel des Jahres ausgezeichnet.  Eine Auflistung aller Preisträger seit 1979 findet man unter folgendem Link:

http://www.spieldesjahres.de/cms/front_content.php?idcat=8

 

Medientipp von Barbara Beine

Lese-Tipp: „Elizabeth wird vermisst“ von Emma Healey

Healey, Emma Elizabeth wird vermisst

Mit 82 Jahren ist Maud schon ziemlich vergeßlich geworden – was nicht nur ihrer Familie, sondern auch ihr selbst auffällt. Die Alltagsbewältigung ist nicht einfach, doch mit Hilfe der Tochter Helen, Enkelin Katy und der Pflegerin Carla scheint es „noch“ möglich, daß Maud allein in ihrem vertrauten Häuschen lebt. Doch als Maud im Garten ihrer Freundin Elizabeth etwas findet, was sie zu einem unbewältigten Ereignis vor gut 70 Jahren zurückführt, beschleunigt sich ihr Verfall.
Seither kann sie Elizabeth nicht mehr finden, und Mauds Suche nach ihr nimmt sie vollkommen in Anspruch. Zugleich taucht sie immer tiefer in die Vergangenheit ein, denn auch Mauds ältere Schwester Sukey ist in der Nachkriegszeit unauffindbar verschwunden. Immer schneller vermischen sich Gegenwart und Vergangenheit, immer weniger gelingt es Maud, sich in der „Realität“ zurechtzufinden und sich ihrer Umgebung mitzuteilen. Da das Buch allein aus Mauds Perspektive geschrieben ist, erleben wir gewissermaßen vonn innen her mit, was ihr an Konzentration abverlangt wird. Maud läßt sich kreative Ausreden und Umwege einfallen, die den Mitmenschen verrückt erscheinen müssen, aber doch eine ganz eigene Logik haben – niemand außer dem Leser kann verstehen, weshalb sie zum Beispiel ständig Unmengen an Dosenpfirsichen kauft, seltsame Dinge aufsammelt und in Zeitungspapier verpackt, wie ein Wort oder ein zufällig auftauchender Gegenstand sie punktgenau zu einer längst vergangenen Episode zurückführt. Knopf, Ohrring, Pfefferminzbonbon, Vogel, Glas, Lippenstift, Schleife und viele andere unscheinbare Dinge sind Puzzleteilchen, die sie mühsam zusammenzusetzen versucht.  „Sie kaufen nicht mehr beim selben Fischhändler ein, oder?“ – das scheint eine unsinnige Frage zu sein, Maud selber kann nicht verstehen, was sie eigentlich damit meint: „Die Worte sind irgendwie nicht eindeutig, und das ärgert mich, aber sie passen zu meinen Gedanken, denn die sind weich wie Teig.“ Bald helfen auch die zahllosen Hinweisschilder in der Wohnung („KLO – Hier entlang!“ – „Nicht kochen!“) und die Notizzettel, die sie sich selbst schreibt, nicht mehr weiter – sie weiß nicht mehr, warum sie sich etwas aufgeschrieben hat, nur die Ahnung, es möchte wichtig gewesen sein, verstört sie noch mehr. Und doch gelingt es ihr unter Aufbietung aller Kräfte, das Drama um Sukey aufzuklären, aber zu spät – „Mir fehlt die Kraft, an zwei Orten zugleich zu sein …“

Der 28-jährigen Emma Healey ist mit ihrem ersten Roman ein ganz erstaunliches Buch gelungen!

 
Elizabeth wird vermisst / Emma Healey
Köln: Lübbe, 2014
348 S.
ISBN 978-3-7857-6110-6

Tipp von Juliane Buff

 

Wochen-Tipp: ,,Kein Ort ohne Dich“ von Nicholas Sparks

                                                                                                                                 

 

 

 

Im neuen Roman von Nicholas Sparks geht es um die Liebe zwischen Menschen, die ihre Lebenspartner als das Wertvollste in ihrem Leben betrachten. Vorallem erzählt Sparks in diesem Roman die Liebesgeschichte des inzwischen über 90-jährigen Ira und dessen vor ein paar Jahren verstorbenen großen Liebe Ruth und des jungen Paares Sophia und Luke, dass ganz am Anfang ihrer Beziehung steht.

Die Liebesgeschichte von Ira und Ruth wird ausführlich erläutert, während Ira nach einem Autounfall in seinem zugeschneiten Auto auf Hilfe wartet und dem Tod sehr nah ist. Im Wrack des Autos erscheint Ira seine verstorbene Ehefrau Ruth und diese erinnert Ira an unzählige Erlebnisse aus ihrem gemeinsamen Leben. So erfährt der Leser, wie es dazu kam, dass Ira der Herrenausstatter und Ruth, die Grundschullehrerin eine einmalige Sammlung moderner Gemälde zusammen kauften. Ira verbindet mit jedem der Gemälde eine Erinnerung und ihm ist der Geldwert gar nicht wichtig, deshalb hat er auch ein Testament gemacht, mit dem die wenigsten Menschen gerechnet hätten, dass aber die meisten Leser bestimmt positiv finden werden.

Das andere Liebespaar Sophia und Luke sind jung und lernen sich bei einem Rodeo kennen, als Luke Sophia vor ihrem Ex-Freund beschützt. Sophia studiert Kunstgeschichte und möchte später gerne mal in einem Musuem arbeiten. Luke dagegen lebt und arbeitet auf einer Ranch, zusammen mit seiner Mutter. Lukes Rodeoreiten findet seine Mutter schlimm, weil sie jedes mal Angst um sein Leben hat und das auch nicht unbegründet, wie Sophia rausfindet. Das Rodeoreiten von Luke stellt die Beziehung von Luke und Sophia auf eine sehr große Probe.

Luke, Sophia und Ira begegnen sich und dies ist für das junge Paar eine bedeutsame Erfahrung und beeinflusst das Leben der Beiden.
Aber werden Luke und Sophia ein gemeinsame Zukunft haben und Ira den Unfall überleben? Auf jeden Fall ist der Roman ziemlich romantisch und das Ende ist klasse, wenn auch etwas traurig.

 

Lesetipp von Ricarda Schnettler

 

Kein Ort ohne Dich

Nicholas Sparks

541 Seiten

978-3-453-26839-5

 

Wochentipp: Zeitschrift „MedienConcret“

medienconcret

Bei unseren Zeitschriften gibt es einen interessanten Neuzugang: Medienconcret ist ein Magazin, das sich an Eltern und professionelle Erzieher wendet und medienpädagogische Hilfestellung bieten will.
Das aktuelle Heft trägt den Titel „Sex & Crime“ und bietet viel Hintergrundinformation, aber auch Material und Anregungen für die Praxis. Über das Thema, das sicher vielen Eltern und Erziehern ein wichtiges Anliegen ist, mit Ängsten und Tabus behaftet,  wird in dem Heft sehr offen und umfangreich informiert, es ist zum Teil schon schockierend, aber es gibt auch Beiträge, die ermutigend sind und Wege aufzeigen, wie Erwachsene Jugendliche mit Respekt und Kompetenz begleiten können.
Das hat mich sehr angesprochen und ich bin schon gespannt auf die weiteren Ausgaben.

Tipp von
Brigitte Weber

Lesetipp ,,Eine Handvoll Worte“ von Jojo Moyes

 

Dieser Roman von Jojo Moyes ist eine Liebesgeschichte, die in verschiedenen Jahrzehnten spielt.
Dabei verhindert das Schicksal zu Anfang des Romans eine große Liebe eines Paares, dass sich in verschiedenen sozialen Kreisen befindet.
So hat sich der britische Reporter Anthony O`Hare während er in Südfrankreich ist, um ein Porträt über den Industriellen Laurence Stirling zu schreiben in dessen Ehefrau Jennifer verliebt.
Doch diese Beziehung steht unter keinem guten Stern.
Als nächstes erfährt der Leser, dass Jennifer aufgrund eines schweren Autounfalls ihr Gedächtnis verloren hat.
Nach einiger Zeit findet Jennifer Liebesbriefe von Anthony, doch sie weiß nicht von wem diese Briefe stammen, da Anthony die Briefe mit dem Spitznamen Boot unterzeichnete. Erst so wird sie langsam wieder an ihre kurze Affäre erinnert.
Als die Ehe der Stirlings ziemlich zerrüttet ist trennt sich Jennifer von ihrem Mann und zieht die gemeinsame, kleine Tochter allein auf.
Viele Jahre später entdeckt die junge Journalistin Ellie Haworth, deren Liebesbeziehung zu einem älteren, verheirateten Mann der Geschichte von Jennifer und Anthony ähnelt, alte Liebesbriefe von Anthony an Jennifer, in einer Akte aus dem Zeituntungsarchiv.
Ellie möchte einen Zeitungsartikel darüber schreiben und macht sich auf die Suche nach dem ehemaligen Liebespaar.
Tatsächlich findet sie Jennifer und diese erzählt ihr die Geschichte von Anthony und ihr. So erfährt der Leser, dass es das Schicksal auch ein zweites mal mit Jennifer und Anthony nicht gut meinte.
Inzwischen ist Jennifer eine ältere Dame und lebt ganz allein in London.
Ellie redet mit Jennifer auch über ihre eigene Beziehung zu dem älteren, verheirateten Mann und Jennifer gibt ihre Erfahrungen und Ratschläge weiter.

Der Roman endet an dieser Stelle noch nicht, aber wie er endet verrate ich doch nicht 🙂

Auf jeden Fall ist der Schluss anders als erwartet und die Geschichte von Jennifer und Anthony hätte in der Vergangenheit auch anders enden können, wenn ein Mann das getan hätte, was er sollte.
Die Liebesbriefe von Anthony in dem Roman sind wunderschön und sollten die Menschen in der heutigen Zeit daran erinnern, dass Liebesbriefe etwas ganz besonderes sind und diese sich nicht so einfach von Mails und SMS ersetzen lassen. Denn die Handschrift des Schreibers gibt so manches Geheimnis preis.

Eine Handvoll Worte
von Jojo Moyes
ISBN 978-3-499-26776-5

Lesetipp von Ricarda Schnettler

Wochen-Tipp: „Luftabong und Popapier“ von Charlotte Habersack und Jutta Bauer

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Zu den schönsten Momenten mit Kindern gehören jene, in denen sie das Sprechen lernen. Dabei entwickeln die Kinder oft lustigen Wortschöpfungen, die die Autorin Charlotte Habersack in diesem wundervollen Bilderbuch gesammelt hat. Die preisgekrönte Illustratorin Jutta Bauer hat jedes Wort auf sehr charmante Weise ins Bild gesetzt.

Hier eine kleine Auswahl der genialen Kinder-Wort-Schöpfungen: „Computier“, „Wischmops“, „Spaßkasse“ und für Soester ganz wichtig die „Einbandstraße“.

 

Luftabong und Popapier : ein wunderwitziger Kinder-Wort-Schatz
/ Charlotte Habersack. Mit Bildern von Jutta Bauer
Leipzig : Klett Kinderbuch, 2013
[52] Bl. : überw. Ill. (farb.)
ISBN 978-3-95470-073-8

 

Viele Spaß mit diesem Bilderbuch wünscht:

 

Barbara Beine

 

 

 

Lese-/Backtipp: „Cupcakes- 55 unwiderstehliche Törtchen“

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Mittlerweile gibt es eine große Fülle von Cupcake-Backbüchern auf dem Markt. Da fällt es schwer sich zu entscheiden. Ein ganz besonders außergewöhnliches Backbuch ist die Rezeptsammlung von Katharina Saheicha  und Stefanie Bartsch.
Die beiden Frauen präsentieren 55 unterschiedliche Variationen mit zum Teil sehr ungewöhnlichen Backzutaten, wie Pfefferminz Waldmeister oder Sternfrucht. Aber auch die klassichen Rezepte mit Zitrone und einer ganzen Reihe von anderen beliebten Früchten kommen nicht zu kurz und auch die „Schokoholics“ dürfen sich freuen.
Die Besonderheit dieses Backbuchs: Die Rezepte sind nach Farben sortiert.  Zu jeder Farbe gibt es 9 Rezepte, in denen das Topping, also die Creme, farblich zur Kategorie passt.
Die Kuchen schmecken aber auch, wenn man die Rezepte farblich  vermischt.
Neben dem Rezepten findet man in diesem Backbuch auch noch allgemeine Tipps, rund um die Kunst des Cupcake-backens und dekorieren.

Ein tolles Backbuch rund um des Amerikaners liebste Kuchen.

Meine Lieblingsrezepte: Zitrone-Himbeer-Cupcakes und Schoko-Oreo-Cupcakes.

 

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Ein Tipp von Catharina Wieschhölter