Archiv der Kategorie: Historisches

Nächster Literaturkreis am 12.12.2016

Der nächste Literaturkreis findet am 12.12.2016 um 18 Uhr statt.

Wir lesen „Das Geheimnis des Luca“ von Ignazio Silone.

Titel: Das Geheimnis des Luca
Autor: Ignazio Silone
Übersetzer: Fritz Jaffé
Ausgabe: 5. Auflage
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN/EAN: 978-3-462-01920-9
Originalsprache: Italienisch

Luca Sabatini kehrt als alter Mann nach einer fast lebenslangen Zuchthaushaft in sein Heimatdorf zurück: seine Unschuld hat sich herausgestellt. Vor vierzig Jahren war in der Nähe des Dorfes Cisterna ein Kaufmann überfallen worden. Luca Sabatini wurde der Tat verdächtigt und von den Carabinieri verhaftet. Ist er der Mörder? Luca bestreitet es. Aber wo hat er die Mordnacht verbracht? Der Angeklagte verweigert die Aussage. Selbst nach der Entlassung aus dem Zuchthaus bewahrt er sein Geheimnis.
Andrea, ein junger Lehrer, gibt sich daran, ihm nachzugehen. Überall forscht Andrea, stellt Fragen und versucht, die Mauer des Schweigens zu durchdringen, hinter die sich die Bewohner des einsamen Bergdorfes zurückziehen. Bei jedem Schritt begegnen ihm Ausreden, Vorurteile, stößt er auf Irrtümer und Verstocktheit. Warum hat Luca die Strafe auf sich genommen? Warum hat keiner aus dem Dorf zu seinen Gunsten ausgesagt, da doch die meisten an seiner Schuld zweifeln? Warum schweigt er noch immer, und warum sind ihm noch heute die Türen in Cisterna verschlossen, als wäre er ein Aussätziger?

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Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Wir erinnern uns …

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Wer kennt ihn nicht, Sean Connery als kriminalistisch begabter Mönch William von Baskerville, der 1327 in einem Benediktinerkloster einige mysteriöse Todesfälle aufklären soll?
Die Buchvorlage zu dem Film „Der Name der Rose“ stammt von Umberto Eco.
Der Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph und Medienwissenschaftler wurde 1932 in Italien geboren. Neben seinen Romanen hat er auch zahlreiche kulturkritische und philosophische Sachbücher geschrieben sowie einige Kinderbücher.
Gestern starb Umberto Eco im Alter von 84 Jahren in Mailand an den Folgen einer Krebserkrankung.

Lang lebe Soest!

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Von unserem Sachbuch-Bereich aus kann man seit gestern beobachten, wie Soest sich zum Kampf gegen die Kölner rüstet!

Natürlich haben wir da auch Informatives und Unterhaltsames vorbereitet, falls jemand sich kurzfristig noch einlesen möchte.

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Keiji Nakazawa – Barfuss durch Hiroshima (1 – 4)

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Der junge Gen wächst mit seinen drei Geschwistern und den beiden Eltern in den schweren Zeiten des zweiten Weltkrieges auf. Fast täglich gibt es Luftangriffsalarm. Der Vater wird vom Militär ausgebildet, der große Bruder wurde eingezogen. Da der Vater nicht am Krieg teilhaben will, wird die Familie verspottet, was gerade für die Kinder schwer ist. Die Atombombe trifft alle unvorbereitet. Die, die Glück haben sterben sofort. Andere erleiden schwerste Verbrennungen. Die Haut fällt ihnen teilweise ab, wenn sie nicht sogar in Flammen stehen. Gen hat noch mehr Glück. Er wurde von einer Mauer gedeckt. In Panik rennt er zu seinem Elternhaus. Dort muss er mit Entsetzen feststellen, dass seine Familie unter dem Haus eingeklemmt ist. Unter der Anweisung seines Vaters befreit er die schwangere Mutter und muss dann mit ansehen, wie sein kleiner Bruder, seine Schwester und der Vater bei lebendigem Leibe verbrennen. Von Trauer und Verzweiflung benebelt, versuchen Gen und seine Mutter irgendwie zu überleben. Auf dem Weg zu entfernten Verwandten, die auf dem Land leben, müssen die beiden feststellen, dass jeder nur für sich verantwortlich ist und keiner keinem hilft.

Mit teilweise schrecklichen Bildern, aber auch hoffnungsvollen Episoden schildert Keiji Nakazawa seine Erlebnisse in Hiroshima vor, während und nach dem Atombombenabwurf. Eine ergreifende Geschichte, die keinen kalt lässt.

von A. Helling

„Geheimnis um Gutenberg: ein Krimi aus dem Mittelalter“ von Fabian Lenk

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Heute empfehle ich Euch einen Krimi aus dem Mittelalter, der für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren (Antolin 3) leicht lesbar ist. Er ist spannend geschrieben und erzählt neben der Krimihandlung sehr anschaulich aus dem Leben im Mittelalter. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie die Menschen damals gelebt und gedacht haben.
Der Krimi spielt im Mainz von 1450 in der Zeit von Johannes Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks. In der Geschichte steht die Erfindung der Druckerpresse gerade kurz vor ihrer Vollendung. Da werden die Gussformen für die Buchstaben gestohlen. Eine eingeschlagene Fensterscheibe bringt den 10-jährigen Michael, der als Laufbursche bei Gutenberg arbeitet, auf eine Spur. Doch ist der Geselle Paul wirklich der Dieb? Lest selbst!
Ein Leserätsel, bei dem man etwas gewinnen kann, rundet das Buch ab. 

Lenk, Fabian:
Geheimnis um Gutenberg: ein Krimi aus dem Mittelalter. – Ravensburger Buchverl. 2010. – 58 S.
ISBN 978-3-473-36310-0 – 6,95 €

Du kannst das Buch auch in der Stadtbücherei in Warstein-Belecke ausleihen.
Tipp von Angelika Krüger, Stadtbücherei Warstein-Belecke