Archiv der Kategorie: Grusel

Max Brooks – Der Zombie Survival Guide

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Die Untoten – Mythos und Wirklichkeit: Das Virus Solanum; Eigenschaften der Zombies; Der Voodoo-Zombie; Der Hollywood-Zombie; Epidemien; Entlarvung. Waffen und Kampftechniken: Allgemeine Regeln; Nahkampf; Schleudern und Pfeile; Schusswaffen; Sprengstoffe; Feuer; Andere Waffen; Rüstung. Über die Verteidigung: Die Privatwohnung (Verteidigung deines Hauses); Öffentliche Räume; Allgemeine Regeln; Die Festung. Auf der Flucht: Allgemeine Regeln; Ausrüstung; Fahrzeuge; Geländearten; Alternative Transport-mittel. Über den Angriff: Allgemeine Regeln; Waffen und Ausrüstung; Transport; Gelände-arten; Strategien. Leben in der Welt der Untoten: Die Welt der Untoten; Neubeginn; Allgemeine Regeln; Geländearten; Dauer; Was Dann? Überlieferte Angriffe.

Wie identifiziert man Zombies? Wie erkenne ich eventuelle Zombievorkommnisse bzw. den Grad der Epidemie in meiner Nähe oder andernorts? Werkzeuge oder Waffen? Schusswaffen? Brauche ich irgendwelche Schutzkleidung? Wie mache ich mein Haus zur Festung und überlebe darin? Diesen und vielen weiteren Fragen geht Max Brooks in seinem Überlebensratgeber für die Zombieapokalypse nach und räumt dabei mit vielen Vorurteilen auf. Abgerundet wird der Survival Guide durch – echte ? – historisch dokumentierte Angriffe und Epidemien verschiedener Ordnung. Man sollte dieses Buch zumindest einmal gelesen haben, auch wenn die Zombies nicht kommen.

von A. Helling

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David Chauvel & Xavier Collette – Alice im Wunderland

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Alice folgt einem kleinen weißen Kaninchen in dessen Bau. Doch anstatt in einer Höhle zu landen fällt sie immer tiefer ins Erdreich. Als sie endlich ankommt findet sie sich in einem Raum mit fielen Türen. Auf einem Tisch findet sie einen Schlüssel. Doch der passt nur in eine winzig kleine Tür. Als sie von einer Flasche trinkt, schrumpft sie zusammen. Nun kommt sie aber nicht mehr an die Tür. Auf dem Boden steht eine Keksdose. Als Alice davon ist wird sie wieder groß. Nach einigem Hin und Her landet Alice in einem Wunderland und trifft auf viele merkwürdige Gestalten.

Ein niedliches Kaninchen mit nackte Angst in den Augen. Eine Alice wie eine Gothic-Lolita. Die Raupe Absalom gleicht einer Statue aus Stein. Die teufelsgleiche Grinsekatze. Der zombihafte Hutmacher. Der Märzhase aus der Klappsmühle. Die unterwürfigen Kartensoldaten. Die jähzornige Herzkönigin. Die altbekannten Figuren werden von den Zeichnern David Chauvel & Xavier Collette in ein düsteres und dabei schönes Gewand gepackt.

von A. Helling

Wochentipp: „Stadt der Finsternis“ von Ilona Andrews

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Kate Daniels lebt alleine und ist eine selbstständige Söldnerin, die sich mit Phänomenen und finsteren Gestalten, wie Vampire, Gestaltwandler etc. auseinander setzt. 
Als ihr bester Freund Greg ermordet wird, setzt sie alles daran seinen Mörder zu finden und Rache an diesem auszuüben. Auf der Suche nach dem Mörder, stößt sie auf Vampire und andere finstere Kreaturen. Sie zieht den seriösen Gestaltwandler und Herr der Bestien Curran in Verdacht. Der Orden ist ihr dabei auch nicht ganz geheuer. Sie macht sich für alles bereit, ihr ständiger Begleiter ist ihr Schwert „Slayer“.

Kates starke Persönlichkeit und ihre mürrische Art wird dem Leser sehr gut nahe gebracht. Ihre Gefühle und Ansichten werden so umfassend beschrieben, dass man ihre Logik nach den ersten Kapiteln ohne Probleme nachvollziehen kann. Bei den vielen verschiedenen Charaktere die im Buch vorkommen, ist für jeden Lesergeschmack etwas dabei.

Die Geschichte ist intelligent und sehr umfassend geschrieben und steckt voller Ideen und Details. Hier treffen die Geschmäcker aller Fantasie, Roman-, Krimi- und Trillerfreunde zusammen. Noch bis zur letzten Seite bleibt unklar, wer der Feind und wer der Freund ist.  So gerät man selbst in das Labyrinth der Fragen und Unklarheiten, eben so wie Kate. Als Leser wird man mit diesem Buch schnell drauf versessen sein, auch endlich heraus zu finden, wer der Mörder ist.  

Der Schreibstiel der Autoren Ilona Andrews ist angenehm und flüssig zu lesen.  Ein magisches Abenteuer, mit sowohl ernsten Rätsel und Aufgaben, als auch mit Liebes- und Schmunzelszenen. Wer sich schon von diesem Buch faszinieren ließ, wird auch gefallen an den weiteren Teilen finden. Die Stadt der Finsternis ist ein Fünfteiliges Buch und überzeugt sowohl Presse als auch Kritiker.

Dieses Buch hat mir wirklich außerordentlich gefallen und ich würde es wirklich sehr begrüßen, wenn die Stadtbibliothek von Soest den ersten Teil oder mehrere Teile von die Stadt der Finsternis für weitere Leser zu Verfügung stellen würde.  

Andrews, Ilona:
Stadt der Finsternis – Die Macht der Magie
Lyx, 2011
ISBN 978-3-8025-8757-3

Tipp von Kim Cynthia Kroll

„Der dunkle Wächter“ von Carlos Ruiz Zafon

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Frankreich in den 30-er Jahren: Simone Sauvelle hat nach entbehrungsreicher Zeit eine scheinbar gute Arbeitsstelle gefunden. Mit ihren beiden Kindern Irene und Dorian zieht sie an die Küste der Normandie, um bei dem Spielzeugmacher Lazarus Jann als Hauswirtschafterin zu arbeiten.

Vieles kennt man eigentlich schon aus der Literatur: Carlos Ruiz Zafon nimmt den Schatten aus Chamissos „Peter Schlemihls wundersamer Geschichte“, den Spielzeugmacher und andere Figuren aus E.T.A. Hoffmanns Erzählungen (könnte man wirklich mal wieder lesen).  Tapfer wie Peterchen und Anneliese aus „Peterchens Mondfahrt“ stellen sich Ismael und Irene der Gefahr, und es werden ziemlich viel „messerscharfe Krallen“ eingesetzt.
Viel schrecklicher als dieser bedrohliche Schatten sind dann doch die „Schatten des Krieges“, der Irene und Ismael jahrelang trennt.
Ein schön schauriger Jugendroman des spanischen Schriftstellers Carlos Ruiz Zafon.

Ruiz Zafon, Carlos:
Der dunkle Wächter
Frankfurt am Mai: Insel-Verl. 2009
343 S.

Tipp von Diwien

Caine, Rachel: Haus der Vampire – Verfolgt bis aufs Blut

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Wilkommen in Morganville, der Stadt der Vampire.

Claire ist sechzehn und geht aufs College. Erstsemester. Da sie als Einzelkind sehr behütet in einer Kleinstadt aufwuchs, wollten ihre Eltern sie für ein Jahr auf ein College in der Nähe schicken, bevor sie in die weite Welt hinausgeht. Doch weder Claire noch ihre Eltern ahnen, wie gefährlich das werden würde. Als Claire vom Campus flieht, um den Schikanen der fiesen Monica auszuweichen, findet sie Zuflucht im Glass-House. Ein Haus, das von drei Jugendlichen bewohnt wird. Der Vermieter Michael ist ein netter Musiker, der das Haus nicht verlässt und nur abends auftaucht. Shane, der andere Junge, steht total auf Videospiele und Claire ist der Meinung, noch nie einen süßeren Jungen gesehen zu haben. Eve, ein Gothic-Girl, macht das Dreiergespann komplett und redet die ganze Zeit wirres Zeug über Vampire.

Alles Schwachsinn, oder?

Claire muss erkennen, dass die Stadt von Vampiren beherrscht wird und das Leben aller Menschen, die dort wohnen, bedroht ist. In Michael, Shane und Eve findet sie treue Freunde, die ihr immer zur Seite stehen, doch da die vier viel zu tief in das Gewirr der Geheimnisse geraten, die die Stadt ausmachen, schlittern sie in mehr und mehr Probleme hinein, die sie das Leben kosten könnte. Selbst die älteste Vampirin der Stadt hat sie schon im Visier. Würden sie das überstehen? Und wenn ja, wie?

Der erste Teil der Reihe Haus der Vampire mit dem Titel ‚Verfolgt bis aufs Blut‘. Ich habe bereits die ersten fünf Teile der Reihe gelesen und kann sie nur empfehlen, weil sie sich vollkommen von den bisher bekannten Twilight-Büchern abheben. Sie liefern einen völlig anderen Blickwinkel auf die Welt der Vampire und es geht nicht nur um schaurige Geheimnisse, Spannung und Bedrohung, sondern auch um wahre Freundschaft, Zusammenhalt und zeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenhält.

Caine, Rachel:
Haus der Vampire – Verfolgt bis aufs Blut
Würzburg : Arena-Verl., 2009.
ISBN 978-3-401-06360-7
309 S.

Tipp von Jill Brogner