Gelesen im Literaturkreis: „Auerhaus“ von Bov Bjerg

Mehrere Jugendliche leben zusammen in einer Wohngemeinschaft. Das Lied „Our House“ von Madness aus dem Jahr 1982 ist Tag und Nacht bis auf die Straße zu hören. Deshalb heißt das Haus im Dorf nur Auerhaus.

Die WG ist von Frieders Eltern initiiert worden. Ihr Sohn hat einen Selbstmordversuch hinter sich. Und weil ihm der Psychiater in der Klinik geraten hat, nicht mehr bei den Eltern zu wohnen, stellen sie das Haus des verstorbenen Großvaters den Schülern zur Verfügung. Solange alle in die Schule gehen, funktioniert es. Nach und nach kommen einige neue Mitbewohner dazu. Zum Beispiel das Mädchen, das wegen Brandstiftung in der Psychiatrie war oder der schwule Kiffer Harry.  

Doch als die Schulzeit zu Ende ist, zerstreuen sich die Bewohner des Auerhauses, nach Berlin, um der Bundeswehr zu entgehen, ins Ausland oder zum Beginn einer Ausbildung. Und sehen sich erst bei Frieders Beerdigung wieder.

Ein Buch über das Leben mit 17, einem Alter, in dem man sich schon vorkommt, wie im richtigen Leben. In dem man sich aber auch auf gefährliche Dinge einlässt, deren Tragweite man gar nicht abschätzen kann – heiter melancholisch erzählt.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

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