Archiv für den Monat März 2016

Frohe Ostern und schöne Ferien!

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Pünktlich zu den Osterferien ist ein ganzer Schwung neuer Reiseführer frisch eingetroffen!

Wer also noch ein paar Anregungen für die anstehende Reise braucht, einfach mal rein schauen!

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Gelesen im Literaturkreis

„Ausgesetzt“ von Joyce Carol Oates

Die Protagonistin Anellia lebt, Anfang der 60-er Jahre, in einem Wohnheim einer Studentenverbindung. Das Haus wird so detailliert beschrieben wird, dass es vor dem Auge des Lesers entsteht. Auch Personen, Straßenzüge, Umgebungen werden präzise in einer sehr wortgewandten Art und Weise beschrieben. Das macht einen Großteil de Lesevergnügens aus. Daneben gewährt der Roman, der stark autobiographisch geprägt ist, einen tiefen Einblick in die amerikanische Gesellschaft der damaligen Zeit.
Zu Beginn will Anellia nichts als dazu gehören und macht alle Aufnahmeriten der Studentenverbindung mit und lässt die Schikanen ihrer Mitbewohnerinnen über sich ergehen. Doch irgendwann fängt sie an, sich zu wehren, wird schließlich aus der Studentenverbindung ausgeschlossen.
Im zweiten Teil des Romans hat sie ein Verhältnis mit einem schwarzen Studenten, was damals als anstößig galt. Auch das lässt sie hinter sich und im dritten Teil des Buches hat sie bereits ihre ersten Kurzgeschichten veröffentlicht.
Der Inhalt des Romans lässt sich auch mit diesem Zitat aus dem Roman zusammenfassen: „Der Fliege zeigen, wie sie aus der Flasche herausfindet? Zerbrich die Flasche.“

„Tausendundein Granatapfelkern“ von Marjan Kamali

Eine iranische Familie ist nach Teheran ausgewandert und hat sich dort etabliert. Die Mutter, die in Teheran als moderne Frau galt, besinnt sich in New York auf alte Traditionen. So kümmert sie sich um geeignete Kandidaten, die als Ehemann für ihre Tochter Mina in Frage kommen. Der ist das überhaupt nicht recht; sie hat vielmehr Sehnsucht nach dem Land, das sie als Kind verlassen hat. Und so macht sie sich mit der Mutter auf eine Reise in die Vergangenheit …
Es ist ein Roman, der sich flott liest, etwas für den Urlaub. Wer sich für die Geschichte des Iran interessiert, wird nur oberflächliches finden. Manches bleibt auch unverständlich, weil es zwar der Autorin geläufig ist, dem Leser aber nicht. Wer mehr über die Geschichte und die Entwicklung des Iran wissen möchte, sollte den Roman Eskandar von Siba Shakid lesen. Der informiert genau und liest sich trotzdem leicht.

„Ole Bienkopp“ von Erwin Strittmatter

Ole Bienkopp ist ein Landwirt, der in der entstehenden DDR lebt. Er gründet eine Bauerngenossenschaft, so, wie sie später als Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG), bekannt wurden. Der Roman stellt die Probleme beim Aufbau der DDR vor.
Der Autor Erwin Strittmatter (1912-1994) lebte in der DDR und warb mit diesem 1963 erschienen Buch für den Sozialismus.
Wir waren uns uneins über das Buch; versuchten herauszufinden, wie realitätsnah diese Darstellung ist, was mehr als vierzig Jahre nach Erscheinen des Buches kaum noch möglich ist. Teilweise fanden wir die vorgestellten Gedanken und Ideen gar nicht so schlecht. Aber diejenige, die selbst in der DDR gelebt hatte, meinte, so, wie in dem Buch dargestellt, sei es gar nicht gewesen.

„Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“ von Peter Høeg

Dies ist eines der beklemmendsten Bücher, die wir bisher gelesen haben. Es spielt in einer Kopenhagener Eliteschule mit Internat, in der schwer erziehbare zusammen mit anderen Kindern erzogen werden.
Für Peter, die Hauptfigur, ist diese Schule seine letzte Chance, da er von allen anderen Schulen verwiesen wurde. Er trifft dort Katharina und August; die drei schließen sich zusammen. August ist äußerst gewalttätig; er bricht den Lehrern die Finger und nach und nach stellt sich heraus, dass er seine Eltern umgebracht hat.
Es handelt sich um eine humanistische Schule, in der sehr strenge, genauestens auf Normen, Werte und exakte Tagesabläufe abgestimmte Vorgaben existieren. Die Kinder werden genau überwacht und wer sich nicht an die starren oft sekundengenau festgelegten Vorgaben hält, wird schwer bestraft. Über diese Misshandlungen führt der Schulleiter penibel Buch. Die drei Kinder vermuten einen Plan und ein Ziel, das es gilt herauszufinden.
Der Versuch der gemeinsamen Erziehung scheitert.

„Wandlungen einer Ehe“ von Sandor Marai

Drei Personen erzählen jeweils einer anderen Person von ihrem Leben. Im ersten Teil des Buches sitzen zwei Freundinnen in einer Konditorei, als ein Herr die Konditorei betritt und kandierte Orangenschalen kauft. Da erzählt die eine der anderen, dass dieser Herr einmal ihr Ehemann war. Für sie war er die große Liebe.
Im zweiten Teil – viele Jahre später – sitzt ebendieser Herr mit einem Freund bei einem Glas Wein. Er erzählt von seiner zweiten Ehefrau Judit, die einmal das Dienstmädchen seiner Eltern war. Er war ihr verfallen, hat sie geheiratet und ist inzwischen auch von ihr geschieden.
Im dritten Teil – der dem Roman erst später zugefügt wurde, erzählt Judit ihrem Geliebten aus ihrem Leben. Von dem verflossenen Ehemann und von einem anderen, der bisher nur am Rande vorkam.
Geschichten ausschließlich in Gesprächen und Rückblenden zu erzählen, hat Marai öfter angewendet. Auch sein bekanntestes Buch „Die Glut“ ist so angelegt.
In Wandlungen einer Ehe wird von Beginn an ein Spannungsbogen aufgebaut. Die erste Ehefrau erzählt ja nur aus ihrer Perspektive, sodass gewisse Informationen fehlen, die man als Leser aber unbedingt haben möchte. Also wird man ein bisschen angetrieben, schnell weiter zu lesen.
Hinter der Dreiecksgeschichte stehen zwei Themen, die Sandor Marai in vielen seiner Bücher aufgreift. Das eine ist der Untergang des Großbürgertums zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Das andere ist die Liebe. Gibt es sie? Und wenn ja, was ist das überhaupt? Zeit seines Lebens hat er sich darüber Gedanken gemacht. Als seine Frau Lola, mit der er 62 Jahre verheiratet war, starb, notierte er in seinem Tagebuch: „Habe ich sie geliebt? Ich weiß es nicht. Liebt man seine Beine, seine Gedanken? Nur hat eben nichts einen Sinn ohne die Beine oder die Gedanken. Auch ohne sie hat nichts einen Sinn. Ich weiß nicht, ob ich sie ‚geliebt‘ habe. Es war anders. Ich ‚liebe‘ auch meine Niere und meine Bauchspeicheldrüse nicht. Nur sind eben auch sie beide ich, wie auch L. ich war.“ (Tagebücher 1984-1989, S. 102)

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Bücher, die man wirklich braucht – wir haben sie

Jetzt habe ich ein interessantes Buch in den Fingern – “Leder nähen” heißt es, und da will ich doch gleich mal sehen, was ich aus meiner kaputten Lederhose noch machen kann. Eine kleine Tasche vielleicht (und Steampunk-Gedöns draufnähen)? Das möchte schick sein. Tatsache, hier gibt es auch eine Anleitung “Eine Tasche nähen”. Lesen wir mal:
“Die Tasche sollte eine kleine wasserdichte Blechdose oder eine Schachtel Kleinkalibermunition aufnehmen …”
Fein, das mach ich doch. Ich hatte immer schon Probleme, meine Kleinkalibermunition unterzubringen.

Ein anderes Projekt ist die Herstellung von „ukrainischem Rauschgift“. Das Rezept dazu steht im Buch „Mamuschka : Osteuropa kulinarisch neu entdecken„.

Und was haben die „Titanic“, die „Santa Maria“ und die „Spiekeroog III“ gemeinsam? Sie werden vorgestellt im Buch „333 Schiffe, die man kennen muss!“ Mit einem von diesen bin ich schon mal gefahren 🙂

Gutes für die Seele

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Als ich von ein paar Tagen meinen Dienst an der Info aufnahm und vorher schon einige Stunden gearbeitet hatte, stand dort dieses Schildchen.

Wir sind auch stolz auf unsere Arbeit und anscheinend ein Kunde, der uns das Schild ins Buch gelegt hat ebenfalls , oder war es nur ein Versehen und ein Schüler wurde von einer Lehrerin gelobt ?

Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren, fühlen uns durch das Schildchen aber sehr geehrt und so macht die Arbeit doch noch viel mehr Spaß, als sie uns sonst sowieso bereitet 🙂

Also, wenn ihr bzw. Sie uns loben möchten, dann dürft ihr/dürfen Sie dies gerne tun!

 

Soest …wie Sie es noch nicht gesehen haben

Plakat_soest - wie wir es sehen

In den letzten Wochen konnten Kinder und Jugendliche Motive suchen, die sie mit Soest verbinden.

Ab dem 14. März werden in der Stadtbücherei die Fotos ausgestellt, die dabei entstanden sind.

Wir laden Sie herzlich ein, eine andere Seite von Soest zu entdecken!

Ostereier verstecken …

Vor kurzem hat eine unserer Mitarbeiterinnen dieses bezaubernde Osterei gemacht.

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Es handelt sich um ein Gedicht von Heinrich Heine:

Wenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
Dann knospen und blühen die Blümlein auf;
Wenn der Mond beginnt seinen Strahlenlauf,
Dann schwimmen die Sternlein hinterdrein;
Wenn der Sänger zwei süße Äuglein sieht,
Dann quellen ihm Lieder aus tiefem Gemüt; —
Doch Lieder und Sterne und Blümelein,
Und Äuglein und Mondglanz und Sonnenschein,
Wie sehr das Zeug auch gefällt,
So machts doch noch lang keine Welt.

 

Und falls Sie noch auf der Suche nach einem originellen Ostergeschenk zum Verstecken sind, schauen Sie doch heute oder morgen bei uns rein.
Dorothea Kokott führt vor, wie nach alter schlesischer Tradition Ostereier in Kratztechnik hergestellt wurden.

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