Archiv für den Monat September 2015

For the love of libraries …

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Auf dieser Homepage finden sich einige ganz bezaubernder Geschenke für Bibliothekare und Bibliothekarinnen oder die, die es im tiefsten Inneren heimlich sind:
http://ebookfriendly.com/best-library-gifts/

Mein absolutes persönliches Highlight ist natürlich das hier (kleiner Wink an den Weihnachtsmann 😉 ):

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Gelesen im Literaturkreis: „Das Treffen in Telgte“ von Günter Grass

An dem Tag, an dem Günter Grass gestorben ist, fand gerade der Literaturkreis statt. Da haben wir entschieden, ein Buch von ihm zu lesen. Bei der Auswahl haben wir uns daran orientiert, dass es nicht zu umfangreich sein darf (das ist immer ein Kriterium). Damit schieden viele seiner Bücher aus und so sind wir beim Treffe in Telgte gelandet.

Grass hat bei diesem Buch mit einem Trick gearbeitet. Denn eigentlich handelt es von der „Gruppe 47“, einer Zusammenkunft zeitgenössischer Schriftsteller, Literaturkritiker und Verleger, die 1947 gegründet wurde und bis 1967 existierte. Sie trafen sich zumeist zweimal im Jahr, lasen sich aus unveröffentlichten Manuskripten vor und debattierten darüber. Von einem dieser Treffen handelt das Buch.

Allerdings lässt Grass es nicht in der Jetztzeit spielen, sondern 1647. Seine Protagonisten sind allesamt Schriftsteller, die damals tatsächlich gelebt haben. Er hat die immense Fleißarbeit geleistet, sich für jeden Teilnehmer der Gruppe 47 eine passende Persönlichkeit auszusuchen, die 300 Jahre zuvor gelebt hat.

Einige Protagonisten sind tatsächlich unschwer wieder zu erkennen. Da ist zunächst der Gründer der Gruppe 47, Hans Werner Richter, dem Grass das Treffen in Telgte zum 70. Geburtstag gewidmet hat. Aber auch Heinrich Böll, Marcel Reich-Ranicki und Rudolf Augstein sind erkennbar.

Es spricht für die Qualitäten des Schriftstellers, diese Fülle an Recherchen gekonnt in Romanform zu bringe. Inhaltlich ist das aus heutiger Sicht nicht so Interessant, fanden wir. Aber der Stil, in dem das Buch geschrieben ist, ist sehr schön.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Gelesen im Literaturkreis: „Miss Pettigrews großer Tag“ von Winifred WatsonWinifred Watson

Miss Pettigrew ist Gouvernante. Und obwohl sie auf diese Arbeit eigentlich keine Lust mehr hat, sucht sie eine neue Stelle. Denn etwas anderes kann sie nicht – denkt sie.

Als sie sich bei ihrer neuen Arbeitsgeberin vorstellt, bemerkt sie schnell den Irrtum der Agentur. Man hat ihr irrtümlich eine falsche Adresse gegeben und statt bei einer Familie mit Kindern ist sie bei einer Nachtclubsängerin gelandet. Eigentlich will Miss Pettigrew nur den Irrtum aufklären und dann schnell wieder verschwinden. Doch dazu kommt es nicht. Denn kaum ist sie angekommen, überschlagen sich die Ereignisse und es gilt, die drei eifersüchtigen Liebhaber der Sängerin in Schach zu halten. Und nach und nach findet Miss Pettigrew Gefallen dem frivolen Leben …

Sie liest sich flott, die Geschichte der Miss Pettigrew, ist ein bisschen kitschig und so richtig was fürs Herz. Andererseits erscheint sie auch ein bisschen angestaubt und für heutige Verhältnisse nicht unbedingt. Bedenkt man allerdings das Erscheinungsjahr, muss das Buch skandalös gewesen sein; es ist nämlich 1938 erschienen

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Gelesen im Literaturkreis: „Liebst du mich eigentlich?“ von Mascha Kaléko

Die Jüdin Mascha Kalkeo lebte in Berlin. 1938 emigrierte sie mit Ihrem Mann und ihrem Sohn in die USA. Auf Drängen ihres Verlegers kehrt sie 1956, ohne Sohn und Mann, für ein Jahr nach Berlin zurück. Mit letzterem führt sie einen tagebuchähnlichen Briefwechsel. Diese Briefe schließen oft mit dem Satz „Liebst du mich eigentlich?“ und sind Titel des vorliegenden Büchleins.

Neben ihren tiefsitzenden Ängsten vor Uniformen, wenn sie z. B. einem Polizisten begegnet, beschreibt sie ihren Alltag im Nachkriegsdeutschland. Oft hat sie notiert, was sie gegessen und was es gekostet hat. So offenbart das Buch nicht nur Einsichten in eine tiefe menschliche Beziehung, sondern ist gleichzeitig ein beeindruckendes Portrait von Deutschland nach dem Krieg.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Gelesen im Literaturkreis: „Weitlings Sommerfrische“ von Sten Nadolny

Wilhelm Weitling, pensionierter Richter aus Berlin und passionierter Segler, segelt bei Sturm auf dem Chiemsee, auf dem er seit seiner Jugend unterwegs ist. Als er bemerkt, dass er es nicht zurückschaffen wird, ruft er die Seenotrettung. Ein Blitz schlägt in seiner Nähe ein und versetzt ihn in eine ähnliche Situation, die er als Jugendlicher erlebt hat. Auch damals wurde er aus einem ähnlichen Sturm gerettet. Dieses Ereignis vermischt für Weitling Vergangenheit und Gegenwart. Er ist wieder 16, erlebt Phasen seiner Jugend noch einmal, teilweise aber anders als damals und weiß nicht mehr, wie es damals wirklich war. Mithilfe seiner Frau findet er in die Gegenwart zurück, die allerdings einige Überraschungen für ihn bereithält; denn nicht alles, was bei seiner Zeitreise für ihn wirklich erschien, ist es tatsächlich.

Wie immer, gab es die, die das Buch gut fanden und die, denen es nicht so gut gefiel. Aber sonst hätte wir ja nichts zu diskutieren.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Freundeskreis der Stadtbücherei Soest in Unna

Am Samstag, den 12.9. machte der Freundeskreis der Stadtbücherei Soest einen Ausflug nach Unna. Mit von der Partie waren auch Mitglieder des Freundeskreises der Stadtbücherei Werl.
In Unna hatten wir eine sehr schöne Führung durch die Stadtbibliothek von der Leiterin Kirsten Duske. Natürlich haben wir auch einige neue Ideen mitgebracht.
Nach einer leckeren Stärkung nahmen wir an einer Führung durch das Lichtkunstmuseum teil. Das war sehr beeindruckend und wir können es nur empfehlen!

Unna

Von links nach rechts: Michael Altmeyer (Freundeskreis der Stadtbücherei Werl), Dustin Rumpf, Betty Jellinghaus, Gunter Dokter, Franziska Dokter, Alexandra Eckel, Kirsten Duske (Leiterin der Stadtbibliothek Unna), Karl-Josef Lippold (Freundeskreis der Stadtbücherei Werl).