Archiv für den Monat Dezember 2013

Gelesen im Literaturkreis: „Wüste“ von J.M.G. Clézio

Eine Teilnehmerin des Literaturkreises hat eine Reise nach Marokko gemacht und war von der Wüste so fasziniert, dass sie dieses Buch vorgeschlagen hat.

Es laufen zwei Erzählstränge nebeneinander. Die eine Geschichte beschreibt den Marsch der Berber quer durch die Wüste, um die angreifenden Franzosen zurück zu drängen. Auf der einen Seite Kamele und Speere, auf der anderen Feuerwaffen, denen die Berner nichts entgegenzusetzen hatten. Wie dieser ungleiche Kampf ausgegangen ist, ist bekannt. Marokko wurde französische Kolonie. Die andere Geschichte spielt in heutigen Zeit. Sie handelt von einem Mädchen, das in den Slums am Rande der Gesellschaft und am Rande der Wüste bei einer Tante lebt. Durch verschiedene Umstände gelangt sie nach Marseille, wo sie nicht nur am Rand, sondern völlig außerhalb der „normalen“ Gesellschaft lebt.

Lange haben wir überlegt, warum diese beiden Handlungen in einem Buch vorkommen, da sie für uns parallel zu laufen schienen. Gemeinsam haben wir herausgefunden, dass die eine Geschichte den Anfang der Kolonialisierung beschreibt, während die andere Geschichte das Ende der Berber zeigt.

Das besondere an diesem Buch ist der Schreibstil der Autorin. Auch wer noch nie eine Wüste gesehen hat, kann sie sich anhand der Beschreibungen vorstellen, sieht sie vor seinem inneren Auge. Das ganze Buch hat etwas träge fließendes, ruhiges – so wie die Wüste.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Gelesen im Literaturkreis: „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafon

Daniel Sempere wird von seinem Vater mit zu einer verborgenen Bibliothek, dem „Friedhof der vergessenen Bücher“, mitgenommen. Er darf sich ein Buch aussuchen, und entscheidet sich für „Der Schatten des Windes“ von einem Autor namens Julian Carax. Als Daniel mehr über den Autor und andere von ihm geschriebene Bücher herausfinden will, stößt er überall auf Rätsel und Hindernisse. Davon und wie er sie löst, handelt der Roman.

Er liest sich – trotz der 576 Seiten – flott und schnell, weil er eine spannende Geschichte mit Kitsch und Gefühl bietet. Wir meinen: ein echter Schmöker.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Gelesen im Literaturkreis: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson

Allan Karlsson lebt in einem Altersheim und wird 100 Jahre alt. Das Heim will diesen Geburtstag für sich nutzen und plant eine große Feier mit Stadtrat und den Honoratioren der Stadt. Doch Allan klettert kurz vor Beginn der Veranstaltung aus dem Fenster und macht sich auf den Weg zum Busbahnhof. Von da an widerfahren ihm die skurrilsten und verrücktesten Dinge bis zum fulminanten Ende des Buches. Die abgedrehten Dinge, die der Protagonist erlebt, erinnern ein bisschen an das „Jahr des Hasen“, wobei dort viele Geschichten aneinandergereiht werden die ein Ganzes ergeben. Hier gibt es eine durchlaufende Handlung, die von vielen Geschichten, die der Protagonist angeblich erlebt hat, unterbrochen wird. Das ist manchmal etwas störend, aber man kann sie einfach überblättern. Dann hat man ein kurzweiliges Buch.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

 

Jonas Jonasson:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. 416 Seiten, Verlag carl’s books, 14,99 Euro

Gelesen im Literaturkreis: „Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger

Als das Buch 1951 in den USA erschien, muss es eine Sensation und gleichzeitig ein Skandal gewesen sein: Noch nie zuvor hatte jemand ein Buch in der Jugendsprache geschrieben. Und auch das Thema war so noch nicht behandelt worden: der Weg vom Jugendlichen zum Erwachsenen – das Ganze verbunden mit einer Gesellschaftskritik.

Jerome David Salinger beschreibt in seinem Roman einen Jungen, der bereits von mehreren Schulen geflogen ist, eigentlich nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll und die Erwachsenen für falsch hält. Aus heutiger Sicht eigentlich eine ganz normale Geschichte. Der Literaturkreis war sich uneinig. Einige fanden das Buch interessant, andere langweilig.

Elisabeth Dietz, Literaturkreis

Pflanzenableger zu verschenken!

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Wir verschenken Ableger von Zimmerpflanzen, die sich bei uns prächtig entwickelt haben. Es handelt sich um Ableger von Sukkulenten, die manchmal auch als „Fettpflanzen“ bezeichnet werden.
Pflanzenliebhaber können sich jetzt Ableger von „Crassula Hobbit“ und „Aloe Black Gem“ bei uns abholen.

Wer Interesse hat, ruft einfach an unter Tel. 02921 1031220!

Psssst: Diese Pflänzchen sind bei Nacht immer aus ihren Pflanztrögen gestiegen und haben in den Büchern gelesen … sie werden Ihnen viel erzählen können! Gute Unterhaltung!