Archiv für den Monat April 2012

Wochentipp: „Die Filmerzählerin“ von Hernán Rivera Letelier

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Mediennutzung einmal anders: In der Minensiedlung in der chilenischen Atacama-Wüste gibt es nicht viel Unterhaltungsmöglichkeiten – einzig das Kino bietet Abwechslung. Aber auch das ist für Marías Familie nicht ohne weiteres möglich: Der Vater ist nach einem Arbeitsunfall gelähmt, die Mutter hat die Familie mit den fünf Kindern nach dem Unfall ihres Mannes verlassen. Und das Geld reicht einfach nicht dafür, daß alle ins Kino gehen könnten, auch ist es für den filmbesessenen Vater, der insbesondere an mexikanischen Filmen interessiert ist, wegen seiner Lähmung nicht möglich. Also wird das Geld für eine einzige Eintrittskarte zusammengekratzt und María ins Kino geschickt, die dann im „Garniturzimmer“ der Familie vor einer weißen Wand den eben gesehenen Film erzählen muß. Das macht sie so überzeugend, das sich bald das ganze Dorf versammelt, um ihr zuzuhören. María macht ihre Sache so gut, daß der Vater für ihre Vorstellungen sogar Geld kassieren kann. Sie erzählt sogar Filme, die sie nie gesehen hat:
„Einen Film zu erzählen ist, als erzählte man einen Traum. Ein Leben zu erzählen, ist, als erzählte man einen Traum oder einen Film.“
Aber der Höhenflug dauert nur wenige Jahre – die Mine wird geschlossen, die Familie in alle Winde verstreut … und das Fernsehen verdrängt das Kino. María bleibt allein im Dorf zurück und erzählt gelegentlich Touristen die Geschichte vom Mädchen, das Filme erzählte …

Hernán Rivera Letelier:
Die Filmerzählerin
Berlin: Insel-Verl., 2011
104 S.

Tipp von Juliane Buff

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Lesung: „Die Botanikerin : ein historischer Soest-Roman“ am Mittwoch, 25.4.2012, 19:00 Uhr

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Fünf junge Soester Autorinnen haben in einem Projekt des Geschichtsvereins unter der Leitung von Günter Kükenshöner, M.A., einen historischen Regionalkrimi geschrieben, den sie am Mittwoch, dem 25.4.2012 um 19:00 Uhr in der Stadtbücherei vorstellen.

Der Roman spielt im Jahr 1890 in Soest. Geschrieben ist er nach der vom englischen Autor Wilkie Collins (1824-1889, „Die Frau in Weiß“, „Der Monddiamant“) entwickelten Methode, einen „Fall“ aus der Perspektive verschiedener Figuren schildern zu lassen. So übernahm auch in diesem Soest-Roman jede Autorin eine oder zwei „Stimmen“.

100_1359_gruppe_klein.jpg   Oben v.l.n.r.: Lena Dahlhoff, Julia Kohlhase, Melanie Alexa Kentsch. Unten v.l.n.r.: Laura Thiele, Alessa Rohe. – Foto G. Kükenshöner

Der Eintritt ist frei!

„Die Auswahl“ von Ally Condie

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In diesem fantastischen Roman, werden die Menschen von der sogenannten „Gesellschaft“ kontrolliert.

In der Geschichte geht es vor allem darum  das sich die Jugendlichen nicht selber Aussuchen dürfen  mit wem sie ihre Zukunft  verbringen wollen und wenn sie Heiraten. Von der „Gesellschaft“ ist auch Vorgegeben wann die Menschen diesen für sie bestimmten Partner kennen lernen, wann sie Heiraten, wann sie Kinder bekommen dürfen und wann sie sterben. So ergeht es auch Cassia, sie ist siebzehn Jahre alt und erfährt, dass ihr bester Freund Xander ihr Auserwählter Partner ist. Für Xander ist Cassia mehr als eine Freundin, doch Cassia möchte Xander als besten Freund behalten. Durch einen Fehler der Gesellschaft verliebt sich Cassia in Ky eine Aberration, ein Ausgestoßener der Gesellschaft.

Cassia und Ky lehnen sich duch ihre Liebe gegen die Gesellschaft auf und dies zieht bald Folgen für alle Personen die Ihnen wichtig sind nach sich. Und Cassia steht vor einer schweren Entscheidung: Die Liebe zu Ky oder ein sicheres Leben in der Gesellschaft? Und was ist mit Xander?  

Und etwas was alles noch komplizierter macht: Ky kann schreiben. Etwas was die Gesellschaft auf keinen fall erfahren darf.

Der Roman ist fesselnd geschrieben und zieht einen schnell in seinen Bann. Und auch der zweite Teil der Reihe „Die Flucht“ wird von Ally Condie spannend geschildert. Doch das Gefühl was die Welt der Gesellschaft hinter lässt ist schwer zu beschreiben, auf jeden fall ist man froh nicht in dieser Welt leben zu müssen.

      

Condie, Ally: Die Auswahl

Frankfurt am Main : Fischer, 2011

ISBN 978-3-8414-2119-7 

 

Tipp von Alina

 

Sei Regalkünstler!

Unsere neuen Regale sind ja schon mal nicht schlecht – besonders das in der Jugendbücherei ist doch originell.
Der Bibliotheksdienstleister ekz bibliotheksservice GmbH will aber noch mehr – gesucht werden kreative Ideen zur Gestaltung von Bibliotheksmöbeln!
Ihre eigenen Vorstellungen von Bibliotheksregalen können Sie jetzt posten unter www.facebook.com/ekz.bibliotheksservice !

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Zu gewinnen gibt es einen E-Book-Reader von Sony – der Wettbewerb läuft bis zum 30.4.2012, das Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre. Viel Glück!

Wochentipp: „Turmbauer“ von Matt Mette

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Bauspaß mit einfachen Regeln. Alle Spieler bauen mit ihren Bausteinen gemeinsam an einem Turm. Es fängt ganz klein an. Nur ein Grundstein liegt auf dem Tisch. Darauf und daran werden mehr und mehr Bauteile gebaut. Möglichst so, dass man mit seiner Spielfigur auf dem höchsten Punkt steht und die Mitspieler nicht nachkommen können. Alle Spieler versuchen nämlich, ihre Spielfiguren stufenweise immer höher klettern zu lassen, denn wenn der Turm fertig ist, gewinnt der Spieler, dessen Spielfigur auf dem höchsten Punkt steht. Sollte ein Spieler das Bauwerk jedoch vorher zum Einsturz bringen, hat dieser auf jeden Fall verloren. Der Spieler an der Reihe würfelt mit beiden Würfeln. Er muss einen Baustein aus seinem Vorrat am Bauwerk anbauen. Welchen Baustein er nehmen darf, bestimmen seine gewürfelten Augenzahlen (jeder Baustein besteht aus 1-6 zusammenhängenden Teilen und entspricht damit einer Augenzahl). Nachdem der Baustein angebaut wurde, darf der Spieler seine Spielfigur bewegen, dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Das Spiel endet, wenn alle Spieler ihre Bausteine verbaut haben und es gewinnt der Spieler, dessen Spielfigur am höchsten steht. Das Spiel ist mit hochwertiges Spielmaterial aus Holz ausgestattet.

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Turmbauer
Spielidee: Matt Mette
Verlag: Kosmos
Erscheinungsjahr: 2011
Alter: ab 8 Jahren
Für 2-4 Spieler
Spieldauer: ca. 30 Minuten

Wochentipp von Barbara Beine