Archiv für den Monat März 2012

Eine Fantasiereise durch das Revier

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Bruno-Schüler gestalteten mit Anja-Renée Rolf zwei Bilderbücher über das Ruhrgebiet

Es ist ein heißer Sommertag anno 1915 und in der Villa Hügel feiert Alfried seinen Geburtstag mit allem Drum und Dran, mit hundert Geschenken und einer riesengroßen Erdbeertorte. Und das Tolle am Fest: die Kinder der Brunoschule sind auch eingeladen. Dank Bruno, dem Kater, der im Schuppen auf dem Schulhof lebt und sich auf das Zaubern versteht: „Plinker plinker mit den Augen, wir wollen an den Zauber glauben. Plinker plinker neuer Ort, wir sind mal eben alle fort.“

So beginnt die Zeitreise im Karbonzeitalter und mit riesigen Schritten landen die Kinder im 20. Jahrhundert und besuchen die Zeche Viktoria, sind dabei wie sich der Phoenixsee mit Wasser füllt, feiern im Schloss Herten Hochzeit und erleben noch vieles mehr.

Die Diplom-Designerin Anja-Renée Rolf vermittelte bei diesem Projekt im Rahmen des Landesprogrammes „Kultur und Schule“ das Grundrüstzeug des Geschichtenerzählens mit Stift und Pinsel. Wie wirken Farben? Welche Techniken gibt es? Wie komme ich an Informationen? Als Ergebnis stehen nun zwei Bände über das Ruhrgebiet mit wunderschönen Bildern, gestaltet von den Schülern der Brunoschule, im Regal der Soester Stadtbücherei und warten darauf, die Leser auf eine wundervolle Zeitreisedurch das Revier mitzunehmen.

Rolf, Anja-Renée:
Das Ruhrgebiet : eine Bilderreise für Kinder

Tipp von Alexandra Eckel

Leser suchen Gleichgesinnte

Literaturkreis in der Stadtbücherei

Nicht selten möchte, wer ein Buch gelesen hat, mit einem anderen Gleichgesinnten gern darüber reden. Nur: Wer hat das gleiche Interesse? Wer hat das Buch gelesen? Wer nimmt sich die Zeit dafür? Diesem gemeinsamen Anliegen Genüge zu tun, ist die Idee, die hinter dem Literaturkreis steht. Wer immer Lust und Laune hat, anderen ein interessantes Buch zu empfehlen, kann dies in diesem Kreis demnächst tun.

Einmal im Monat wollen sich zukünftig die Mitglieder in der Stadtbücherei an der Severinstraße treffen. Die erste Zusammenkunft ist für Montag (26. März) geplant. Um 17.30 Uhr startet die Begegnung. Die Teilnahme ist kostenlos.
Beim nächsten Treffen wollen sich die Interessierten dann über das Werk, das alle gelesen haben, auszutauschen.

Dabei sind die Zusammenkünfte völlig zwanglos. Die Gruppe der Interessierten legt selbst fest, womit sie sich beschäftigen will. Wer Spaß daran hat, ist dabei und kann mitbestimmen, was ins gemeinsame Interesse rücken soll. Alles Weitere legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihren Treffen selbst fest. Also: Wer will seine Ideen mit anderen teilen ?!

„Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

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Die Stadt der träumenden Bücher ist ein phantastischer Roman, geschrieben von Walter Moers. In dem Roman geht es um einen jungen Dichter namens Hildegunst von Mythenmetz. Allerdings behauptet Moers er hat das Buch nur aus dem Zamonischen von dem Protagonisten des Romans, welcher die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, ins Deutsche übersetzt. In der Geschichte ist der Onkel und Dichtpate von Mythenmetz gestorben, doch kurz bevor er starb zeigt er ihm einen Text, der so brilliant ist, dass ihn nur der größte Dichter aller Zeiten hätte schreiben können. Dem Text war ein Brief von dem Dichter beigelegt.
Der Ort des Absenders: Das Mekka des Schriftstellers, die pure Inspiration für jeden Dichter, die legendäre Stadt der träumenden Bücher, Buchhaim. So macht sich Hildegunst von Mythnmetz auf den Weg in diese wunderbare, geheimnisvolle, jedoch auch tückische Stadt der Dichter, auf der Suche nach dem einzigartigen Schriftsteller. Doch seine Suche führt ihn immer tiefer in die Stadt und ein Mysterium hinein, tiefer als er selber beabsichtigte, tiefer als dass er alleine wieder herauskäme.  

Walter Moers phantastischer Roman ist ein Muss für jeden, der mit Büchern und einer verrückten Storie etwas anfangen kann. Das Buch ist mit Witz und Charme geschrieben und lässt kein Detail aus. Moers Verwendung von Ironie in Verbindung mit seinem Hang zur Dramatik macht das Buch sehr lustig. Grade jene detailreiche Beschreibung von Geräuschen und Lebewesen und macht die Geschichte umso interessanter und in Kombination mit verschiedenen Situationen auch umso spannender. Das Buch allgemein ist etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch lohnt es sich jede Bewegung Mythenmetz in dem geheimnisvollen Buchhaim zu verfolgen. Deswegen kann ich wirklich jedem „Die Stadt der träumenden Bücher“ ans Herz legen und euch einfach nur zu empfehlen es einfach zu lesen.
Und um mit einem Zitat aus dem Buch zu enden „Hier fängt die Geschichte erst an“.

  

Moers, Walter: Die Stadt der träumenden Bücher

München: Pieper, 2004          

ISBN: 3-492-04549-9

Tipp von Julian

Leselust statt Lesefrust – mit Brain Gym® die Lesekompetenz erhöhen

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Ob die Aufforderung vorzulesen in mir Freude oder Angst auslöst, hängt von meinen bisherigen Erfahrungen ab.  Entsprechend steht mein Gehirn für mich zur Verfügung. Darf es voll da sein oder hat es für mein Überleben zu sorgen?  Damit Leselust an die Stelle von Lesefrust treten kann, ist es nötig, neue Erfahrungen zu ermöglichen, die alten angstbesetzten zu entmachten.  Dabei will dieses Seminar mit Brain Gym am Samstag, den 24. März von 15 bis 18 Uhr in der Stadtbücherei Unterstützung bieten.

Mit einfachen Körperbewegungen, mit dem Halten oder Massieren von Akupunkturpunkten werden die Gehirnbereiche zur Zusammenarbeit angeregt, wird Stress abgebaut.  Dann können die Augen mühelos der Zeile folgen, dann können aus Buchstaben Wörter werden und den Wörtern Bilder zugeordnet werden. Dann wird das Gelesene verstanden. Dann macht Lesen Spaß! 

Damit jedes Kind diese Erfahrung für sich in dem Seminar machen kann, ist die Teilnehmerzahl auf 6 Kinder mit einem Elternteil begrenzt. Deshalb ist auch eine vorherige Anmeldung nötig.

Referentin ist Gerda M. Kolf, Coach für optimale Gehirnnutzung und Gesundheitsförderung durch effektives Stressmanagement und Autorin des Buches „Geistig jung und körperlich in Schwung bis ins hohe Alter mit Brain Gym®“.

Kontaktdaten:
www.gerda-kolf.de
Tel.: 02921-66 62 64

Osterei-Ausstellung am 19. und 20.3.2012

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Vielleicht haben Sie schon darauf gewartet:
Zum 8. Mal zeigt Dorothea Kokott Ostereier in der Stadtbücherei!

Nach alter oberschlesischer Über­lieferung stellt sie Ostereier in Kratztechnik her. Das Verfah­ren lernte sie als Kind von ihrem Großvater – schon mit 12 Jahren verzierte sie die ersten Eier und erreichte großes Geschick:  Es gelingt ihr, die filigra­nen Ornamente ohne Vorzeichnung frei Hand auf das Ei zu kratzen.
Sie können Dorothea Kokott bei der Arbeit zusehen und gern auch ihr Lieblingsei erwerben – auch Extrawünsche werden erfüllt!

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100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

Heute ist der Tag der Archive – und aus diesem Anlaß wurde auf WDR 3 in der Sendung „Mosaik“ (8:00-9:00 Uhr) ein Interview mit Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, geführt. Den Beitrag „Kulturelles Erbe im digitalen Zeitalter“ kann man auf der Internetseite des WDR hören.