Archiv für den Monat November 2011

Wochentipp: „Der unsterbliche Alchemist“ von Michael Scott

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Einfach eine grandiose Geschichte für Jugendliche und Erwachsene.

Wem die Mythologien gefallen, der muss diese Bücher einfach lesen.

In der Geschichte geht es um ein Zwillingspärchen, das dazu auserkoren ist, die Welt ins Chaos zu stürzen oder sie besser zu machen. Doch so einfach geht das nicht, denn die beiden sind ganz normale 15jährige Teenager bis zu dem Tag als sie Nicholas und Perenelle Flamel kennenlernen.

 

Ab da gerät ihre Welt wie die beiden sie kennen, völlig aus den Fugen. Nichts ist mehr wie es war; sie sind auf der Flucht vor den bösen dunklen Älteren und müssen plötzlich um ihr Leben fürchten. Sie begegnen Kreaturen aus längst vergangener Zeit und von denen Josh und Sophie wissen, dass es diese Wesen nur in Büchern gibt.

Und doch ist es so, dass sie sich mit einer Vampirin anfreunden und ihr sogar das Leben retten.

Wen es auch in diesen Büchern gibt, sind die Katzengöttin Bastet oder den berühmten Schriftsteller und Dichter William Shakespeare und sogar eine ganz berühmte Frau nämlich Johanna von Orleans. In den Pariser Katakomben gibt es sogar den römischen Kriegsgott Mars.

 

Man kann auch in diesen Büchern sozusagen eine Sightseeing-Tour machen, da die Zwillinge und der Alchemist  zum Beispiel durch die Katakomben von Paris gehen und den Eifelturm sehen und sie stehen sogar vor Notre Dame. Perenelle Flamel wird sogar auf einer ganz berühmten Gefängnisinsel festgehalten nämlich auf Alcatraz.

Diese Bücher sind einfach ein Muss; sie sind flott und es gibt nicht eine langweilige Stelle in diesen Büchern. Der Schriftsteller hat das so geschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst in dieser Geschichte drin zu sein. Wenn man einmal mit diesen Büchern angefangen hat kann man einfach nicht mehr damit aufhören.

Einige Dinge oder Namen passen nicht zu dem ersten Teil, da es noch mehr Teile gibt. Bis jetzt gibt es 4 Teile und einige Dinge und Namen kommen erste im 2. oder im 3. Teil vor.

Scott, Michael:
Die Geheimnisse des Nicholas Flamel – Der unsterbliche Alchemist
cbj, 2008
ISBN 978-3-570-13377-4

Tipp von Cathy Rapcan

Wochentipp: „Barfuß in Manhattan“ von Colin Beavan

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Natürlich habe auch ich die vielen schönen warmen Sonnentage in den letzten Wochen genossen, aber zwischendurch beschlich mich immer wieder ein etwas mulmiges Gefühl: 20 Grad im November sind eben doch keine normale Temperatur für diese Jahreszeit.
So unruhig fühlte sich auch der Autor Colin Beavan in New York an einem Januartag im Jahr 2006, als er mit seinem Hund spazierenging und ihm Jogger in Shorts begegneten, weil auch da das Wetter eher zum Sommer gepasst hätte. Er beschloss, nicht mehr nur weiter über den Klimawandel zu jammern, sondern bei sich selbst und seinen Lebensgewohnheiten etwas zu ändern, aber nicht wie viele von uns hier und da ein bisschen (und eher nur da, wo es am wenigsten wehtut). Er setzte sich ein radikales Ziel: 1 Jahr sollten er, seine Frau und seine kleine Tochter klimaneutral leben.
Was das für die Familie bedeutete, erzählt er in diesem Buch: z.B. den 9. Stock ohne Aufzug zu erklimmen, konsequent Fahrrad zu fahren, die Tochter mit Stoffwindeln zu wickeln und auch sonst Müll zu vermeiden, nur nicht verpackte und verarbeitete Nahrungsmittel aus der näheren Umgebung zu kaufen, den Strom abzustellen.
Er berichtet sehr offen über sein total verändertes Leben, verschweigt auch nicht, dass er auch mal mogelte (selten!) und dass es manchmal schwer war für die Familie (allerdings steht die Tochter dem Neuen am offensten gegenüber und steckt die Erwachsenen oft damit an).
Interessant an dem Experiment ist, dass das, was erst mal als Verzicht angelegt ist, sich als Bereicherung und Abenteuer entpuppt. Auf einmal ist mehr Zeit da für Zwischenmenschlichkeit, für das Betrachten von Sonnenuntergängen, Spiele mit dem Kind, Gespräche und neue Kontakte. Er lernt, das Leben neu zu betrachten, erkennt, dass es darauf ankommt, Verantwortung zu übernehmen und dass unser vertrauter Lebensstil zwar bequem ist, aber nicht zum Glück führt.
Nach diesem Jahr lebt die Familie dann zwar wieder ein bisscher mehr wie die meisten von uns in den reichen Ländern (der Strom wird wieder angestellt), aber so wie vorher  ist für die Beavans doch nichts mehr.
Ein Buch, das nachdenklich macht und inspiriert.

Beavan, Colin
Barfuß in Manhatten : mein ökologisch korrektes Abenteuer
Berlin : Kiepenheuer, 2010
255 S.

Wettbewerb der Literaturwerkstatt Berlin: „Poesie verbindet“

Die Literaturwerkstatt Berlin lädt Kinder und Jugendliche von 8 – 19 Jahren zu einem Wettbewerb ein:

Poesie verbindet – Mein Lieblingsgedicht
Schreibt, welches euer Lieblingsgedicht ist und warum euch gerade dieses gefällt. Eine Jury wählt die drei Beiträge aus, die am überzeugendsten, mitreissendsten oder berührendsten sind. Mit den Preisträgerinnen und Preisträgern wird ein Kurzfilm gedreht, in dem sie erzählen können, welche Rolle ihr Lieblingsgedicht in ihrem Leben, ihrem Alltag und ihren Träumen spielt. Mitmachen können Kinder und Jugendliche im Alter von 8-19 Jahren. Der Jury gehören u.a. der Dichter und Verleger Michael Krüger und die Dichterin Nora Gomringer an.
Die Gewinner werden mit Begleitung zu einer großen Gala am 9.6.2012 nach Berlin eingeladen. Die Kurzfilme werden zudem im polnischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen in der Reihe „Poesie verbindet- Mein Lieblingsgedicht“ von Ewa Zadrzynska und im Internet ausgestrahlt und reisen zu Festivals um die Welt. Ein ähnlicher Wettbewerb findet zeitgleich in Polen statt, die Gewinner aus beiden Ländern treffen sich in Berlin.
Teilnahmebedingungen:
Wenn du am Wettbewerb teilnehmen möchtest, schreib einen zweiseitigen Text in deutscher Sprache (max. 3.600 Zeichen) über dein Lieblingsgedicht und dein Leben. Der Text sollte Antwort auf folgende Fragen geben:  
Was ist dein Lieblingsgedicht (Titel, Autor) und wann hast du es zum ersten Mal gelesen?
Warum ist gerade dieses Gedicht für dich so wichtig?
Wo wohnst du, wie sieht dein Alltag aus, was erwartest du vom Leben, was sind deine Ziele und Träume?

Die Arbeiten müssen mit vollständiger Adresse des Absenders bis zum 18. Januar 2012 per Email oder per Post an die Literaturwerkstatt Berlin geschickt werden:

per Post an:     
Literaturwerkstatt Berlin
Stichwort „Poesie verbindet“
Knaackstr. 97 10435 Berlin

oder Email an: 
Lieblingsgedicht(at)literaturwerkstatt.org

Die Sieger werden bis zum 5.2.2012 bekannt gegeben und von der Literaturwerkstatt Berlin kontaktiert. Die Filme werden bis zum 10.5.2012 gedreht.

Wochen-Tipp: „Da ist der Wurm drin“ von Carmen Kleinert

wurm.jpgBei der Buddelrallye durch Nachbars Garten lässt jeder Spieler einen Wurm „im Erdboden“ des dreilagigen Spielplans verschwinden. Mit dem Farbwürfel ermitteln die Spieler bei jedem Spielzug, wie lang sich der eigene Wurm beim Graben machen darf. Wer auch die Würmer der Mitspieler aufmerksam beobachtet, kann schon vorab richtig abschätzen, welcher Wühler unterwegs zuerst am „Guckloch“ des Blumen- und Erdbeerbeets auftaucht. Zur Belohnung darf dann der eigene Wurm noch schneller graben, um möglichst als Erster am Ziel sein siegreiches Köpfchen aus dem Erdreich zu recken. Bei diesem Würfel- und Beobachtungsspiel können schon kleine Kinder mit wachsender Neugier lernen, Entfernungen, Längenunterschiede und Geschwindigkeiten einzuschätzen. Der Blick in diewurm1.jpg „Sichtschlitze“ des Spielplans sorgt für spielerische Überraschungs- und Bestätigungseffekte, die dem kindlichen Selbstbewusstsein Stärke verleihen. Dieses Spiel wurde zum Kinderspiel des Jahres 2011 gewählt.

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Da ist der Wurm drin
Spielidee: Carmen Kleinert
Verlag: Zoch
Erscheinungsjahr: 2011
Alter: ab 4 Jahren
Für 2-4 Spieler
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Nominiert zum “Kinderspiel des Jahres 2011″

Wochentipp von Barbara Beine

Thema Gedächtnis: Vergessen oder vergeben? Wie lässt es sich besser leben? – Vortrag am Montag, 21.11.2011, 19 Uhr

Gerda M. Kolf, Coach für optimale Gehirnnutzung und Gesundheitsförderung durch effektives Stressmanagement und Autorin des Buches „Geistig jung und körperlich in Schwung…“ referiert über das Thema Gedächtnis:

An unangenehme Erlebnisse wollen wir uns nicht mehr erinnern, weil die Wut, der Ärger, die Hilflosigkeit oder Schuldgefühle von damals wieder hoch kommen.

Unser Gehirn lernt immer. Der Körper speichert alles. Unser Gehirn lernt, dass es gefährlich ist, sich zu erinnern.

Kann ich mir ein gutes Gedächtnis bewahren, wenn ich mit der Überzeugung lebe, dass es für mich gefährlich ist, mich zu erinnern?
Wenn etwas für mich gefährlich ist, sorgt mein Gehirn automatisch für das körperliche Überleben und hat keinen Zugang zu den Gehirnbereichen für bewusstes und kreatives Denken. Das heißt: Klares Denken ist nicht möglich.

Um diese Vorgänge und um Wege, die das Vergeben erleichtern, den alten inneren Bildern die Macht über mein heutiges Leben nehmen und das Gedächtnis stärken, geht es in dem Vortrag.
Diese Wege können in einem Kurs gemeinsam gegangen werden in der Bildungsstätte St.Bonifatius in Elkeringhausen bei Winterberg vom 28.11.- 2.12.2011 unter dem Titel „Mit Leichtigkeit das Leben aufräumen.“

Stadtbücherei Soest, Severinstr. 10
Montag, 21.11.2011 19:00 Uhr
Eintritt: 8,00 €

Wochentipp: „Adagio & Furioso“ / Cigánski Diabli, CD

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Johannes Brahms, Antonín Dvorák und Franz Liszt  würden die Haare am Kopf fliegen, wenn sie erleben könnten, was aus ihren Ungarischen Tänzen, Slawischen Tänzen oder der Ungarischen Rhapsodie zu machen ist: „Cigánski Diabli“ oder „Gypsy Devils“ sind acht Musiker aus der Slowakei mit klassischer Ausbildung, die sich seit 1993 zusammengefunden haben und seither international gefeiert wurden. Auf der CD „Adagio & Furioso“ spielen sie „Schlager“ klassischer Komponisten von Tommaso Albinoni über Sarasate, Paganini, Brahms, List und Dvorák – ein Erlebnis!

Cigánski Diabli:
Adagio & Furioso
München: Codaex, 2011
1 CD

Tipp von Juliane Buff