Archiv für den Monat September 2011

Ab 1.10.2011: Letterheinz-Wettbewerb zur Wiedereröffnung

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Zur Wiedereröffnung der umgebauten und neu eingerichteten Stadtbücherei am 1.10.2011 starten wir einen neuen Wettbewerb mit unserem Online-Spiel „Letterheinz“ – wer es noch nicht kennt, hat jetzt die Gelegenheit! Der Wettbewerb dauert bis zum Sonntag, 9.10.2011, es gibt attraktive Preise zu gewinnen – dafür bedanken wir uns sehr bei der Sparkasse Soest:

1. Preis: Gutschein Aquafun (50,00 €)

2. Preis: Gutschein Universum-Kino (30,00 €)

3. Preis: Gutschein Red Bowl (20,00 €)

Die Gewinner werden direkt benachrichtigt, die Preisverleihung durch Vertreter der Sparkasse Soest findet statt am Mittwoch, 12.10.2011 um 17:00 Uhr

Heinz, der arme Bücherwurm mit der dicken Hornbrille, muss durch verstaubte, klebrige oder gar zerbrochene Bibliotheksregale rennen und Buchstaben einsammeln, die ein Lösungswort aus der Bibliothekswelt ergeben. In 50 Spielstufen erlebt und erleidet er so manches: Nicht nur, dass ihm mal der Weg versperrt ist durch mancherlei Hindernisse, er wird auch von Drachen, Spinnen und Gespenstern verfolgt und wird gelegentlich auch von einem UFO entführt.
„Letterheinz“ ist ein klassisches Jump’n’Run-Spiel, das dem Spieler ganz nebenbei auch noch Informationen über die Soester Stadtbücherei vermittelt. Damit man nicht jedes Mal von vorn anfangen muss, erhält man nach jeweils 5 Spielstufen ein Passwort, mit dem man auf einem höheren Level einsteigen kann.
Wer auf die Bestenliste gelangt, kann sich dort mit einem Spielernamen und E-mail-Adresse eintragen – bei fleißigem Üben klappt’s bestimmt!

 

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Wochentipp: „Wii Party“

51a0ajzwwhl_aa300_.jpgDieses Spiel bringt Leben ins Wohnzimmer. Denn Wii Party von Nintendo spielt sich sowohl auf dem TV-Bildschirm als auch davor ab.
Nicht weniger als 80 Minispiele, eingebettet in drei Modi und 13 unterschiedliche Spiele, sorgen für Vielfalt und für Spaß ohne Ende. Bis zu vier Spieler gleichzeitig schnappen sich eine Wii-Fernbedienung und treten miteinander oder gegeneinander an.
Das Einzigartige an Wii Party: Es bezieht die reale Welt ins virtuelle Spielgeschehen ein und ermöglicht damit ein völlig neues Partyspiel-Erlebnis. Im Modus Zimmerspiele hat das, was vor und das was auf dem Bildschirm geschieht, für den Spielverlauf gleich viel Gewicht. Das Wohnzimmer wird praktisch zur eigenständigen Spielebene. So etwas hat es zuvor noch in keinem Videospiel gegeben.617s6mdjgql_aa1138_.jpg

In der Spielvariante Wii-FB-Jagd etwa versteckt ein Spieler die Wii-Fernbedienungen im Raum; die anderen müssen sie suchen, nur unterstützt von kurzen Tonsignalen, die die Fernbedienungen ab und zu von sich geben. Im Spiel Zeitbombe kommt alles auf eine ruhige Hand an: Die Wii-Fernbedienung wird vorsichtig von Spieler zu Spieler gereicht. Wer dabei eine falsche Bewegung macht, dessen Siegeschancen lösen sich in Rauch auf.

Über den völlig neuartigen Modus Zimmerspiele hinaus bietet Wii Party zwei weitere Varianten: Gesellschaftsspiele für bis zu vier und Teamspiele für ein bis zwei Teilnehmer. Wer sich angesichts der ganzen Vielfalt nicht entscheiden kann, wendet sich vertrauensvoll an Party-Paule, den ins Programm integrierten virtuellen Partyplaner. Je nach Vorlieben, Teilnehmerzahl und verfügbarer Zeit hat er für jede Partygesellschaft den passenden Vorschlag.71kms4fja2l_aa1003_.jpg

Wir bieten am Tag der Neueröffnung zahlreiche Wii-Spiele, NintendoDS-Spiele und Playstation3-Spiele gegen eine kleine Gebühr zur Ausleihe an. Besuchen Sie die Stadtbücherei am Samstag, den 1. Oktober und überzeugen Sie sich von unserem neuen Angebot.

Wii-Party
Großostheim : Nintendo , 2010 
1 DVD-ROM

Wochentipp von Barbara Beine

Wochen-Tipp: „Wie Krach zu Musik wird“ von Axel Brüggemann

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Unser heutiges Wochen-Tipp-Buch beginnt: „Hör mal kurz auf zu lesen!“ – und endet: „Und jetzt hör endlich auf zu lesen!“ Was kann man wohl von einem so sehr vom Lesen abratenden Buch erwarten? Eine ganze Menge, denn der Autor dieser ungewöhnlichen Musikgeschichte ist sich klar darüber, dass Worte nicht ausreichen, um Musik zu beschreiben. Dennoch nimmt er den Leser auf eine große Abenteuerreise mit. Die beginnt mit der Entstehung von Sprache und Musik in der Steinzeit und endet in der Gegenwart. Durch alle Epochen wird die Rolle der Musik in den Gesamtzusammenhang gestellt: Wie reagieren Architektur, Malerei, Bildhauerei, Literatur und Musik auf gesellschaftliche Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte – auf Herrschaftssysteme, Kriege, Entdeckungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wie klingt Musik in den verschiedenen Kulturen? Wie kann Musik aufgeschrieben werden und wieso wurde das überhaupt notwendig? Was passiert in einem Orchester und was tut eigentlich der Dirigent? Dies alles und noch viel mehr erzählt der Journalist Axel Brüggemann sehr lebendig und spannend – nicht nur für jugendliche Leser.
Sechs bedeutende Musiker haben eigene Beiträge für dieses Buch geschrieben: Auch der Dirigent Daniel Barenboim ist der Meinung, dass man über Musik eigentlich gar nicht schreiben kann, dass sie aber unbedingt zum menschlichen Leben dazugehört. Die Sängerin Cecilia Bartoli schreibt über die Kunst der Kastraten, der Dirigent Nikolaus Harnoncourt über seine eigene Suche nach dem Klang, der Geiger Daniel Hope und der Sänger Thomas Quasthoff über das ganz eigene Leben ihrer Instrumente und der Rockmusiker Sting über die Bedeutung der klassischen Musik für die Pop- und Rockmusik.
Dieses Buch macht richtig Lust auf Musik!

Brüggemann, Axel:
Wie Krach zu Musik wird : Die etwas andere Musikgeschichte
Weinheim [u.a.] Beltz & Gelberg, 2010
216 S. : Ill.

Tipp von Juliane Buff

Wochen-Tipp: „ASARA – Land der tausend Türme“ von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling

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ASARA, das Land der tausend Türme, öffnet allen Fans von Taktikspielen seine Pforten. ASARA bietet in jeder Partie einen spannenden Spielverlauf und immer neue Herausforderungen – und das ohne kompliziertes Regelwerk!

Die Spieler schlüpfen in die Rollen reicher Baumeister. Sie wetteifern darum, die meisten, höchsten und prächtigsten Türme zu bauen.

Hierzu schicken sie ihre Einkäufer auf den Markt, auf dem sie einzelne Bauteile für ihre Türme erwerben. Der Startspieler beginnt. Sein Zug besteht aus zwei Handlungen: 1. Einkäufer aussenden (= Karte auslegen), 2. Aktion durchführen (z.B. Turmteil nehmen und bezahlen). Anschließend geht es reihum im Uhrzeigersinn mit dem linken Nachbarn weiter. Eine Runde endet, sobald alle Spieler alle ihre Einkäufer auf dem Spielplan abgelegt haben. Die Runde wird gewertet und es beginnt die nächste Runde. Dazu werden sämtliche Einkäufer vom Spielplan entfernt und alle 45 Einkäufer neu verteilt. Auch erhält jeder Spieler wieder Kapital zum Einkauf.

Das Spiel endet nach der vierten Runde. Es wird die Rundenwertung und anschließend die Schlusswertung durchgeführt. Der Spieler, der nach der Schlusswertung die meisten Prestigepunkte hat, gewinnt. Es wird zusätzlich eine Profivariante angeboten.

Asara
Spielidee: Wolfgang Kramer und Michael Kiesling
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsjahr: 2010
Alter: ab 9 Jahren
Für 2-4 Spieler
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Nominiert zum „Spiel des Jahres 2011“

Wochentipp von Barbara Beine

 

Wochen-Tipp: „Absolut Warhola“ – DVD

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„I am from nowhere“, pflegte Andy Warhol auf die Frage nach seiner Herkunft zu sagen – kein Wunder, denn es liegen Welten zwischen seinem Geburtsort Pittsburgh, Pennsylvania, und Miková, dem ostslowakischen Heimatort seiner Eltern.
Durch Zufall wurde der polnische Filmemacher Stanislaw Mucha auf das Popartmuseum in Medzilaborce, einem Nachbarort von Miková, aufmerksam: Beim Bierschmuggeln über die polnische Grenze um 1990 war es angeraten, immer eine Katze bei sich zu haben, um im Fall des Falles die Hunde der Grenzer zu beschäftigen. Einmal war Mucha auf dem Rückweg die Katze abhanden gekommen, und er suchte ausgerechnet in Miková nach Ersatz. Dort konnte er allerdings nur über einen gewissen „Andrijku“ ins Gespräch kommen, und in Ermangelung einer Katze mußte Mucha seine ergatterten Biere an Ort und Stelle austrinken. Bei der Gelegenheit erfuhr er alles über „den größten Sohn des Dorfes, nein, der Region, des Landes, der gesamten östlichen Hemisphäre“. – Zehn Jahre später recherchierte er in der Ostslowakei für den Film „Absolut Warhola“.
Irgendwie scheint das Museum in Medzilaborce fehl am Platz. Ungewöhnliche Schätze kann man hier sehen – neben 17 Originalen zum Beispiel auch Andy Warhols Brille, seine erste Polaroidkamera und sogar sein Taufkleidchen. Doch das Haus ist nicht der große Publikumsmagnet: Das Gebäude ist marode, schlecht isoliert, das Dach undicht. Trotzdem kein Zutritt für Roma mit der Begründung,  sie seien zu schmutzig und würden stehlen, was nicht niet- und nagelfest ist – reichlich Konfliktstoff also in dieser bitterarmen Region mit 30 % Arbeitslosigkeit.
Stanislaw Mucha lässt vor allem die Warhol-Verwandtschaft zu Wort kommen: Vettern, Cousinen und Tanten von Andy Warhol, der niemals hier war und zu dem sie doch ein ganz besonderes Verhältnis haben. Stolz sind sie auf ihn, obwohl sie lange Zeit nur wussten, dass er „Maler“ war, was für sie eigentlich bedeutete: Häuser anstreichen. Sehr freimütig sprechen sie darüber, dass sie mit Warhol-Geschenken ganz sorglos umgegangen sind: Bilder verschimmelten auf dem Dachboden oder wurden den Kindern zum Spielen gegeben, bemalte Schuhe wurden aufgetragen, bis sie von den Füßen fielen – inzwischen ist ihnen klar, dass sie ein Vermögen verschleudert haben. Bis heute können sie allerdings überhaupt nicht verstehen, dass Andrijku niemals geheiratet hat, und die Vorstellung gar, er sei homosexuell gewesen, hat in ihrem Mikrokosmos gar keinen Platz – nein, „so einer“ kann Andy keinesfalls gewesen sein …

Absolut Warhola
Kinowelt, 2008
1 DVD (77 Min.) : farb.
Orig.: Deutschland, 2001

Tipp von Juliane Buff