Archiv für den Monat Juli 2010

Hörbuch „Garou“ von Leonie Swann

garou

Endlich ist es soweit: Die Schafe von Glennkill erkunden Europa!

Gemeinsam mit ihrer neuen Schäferin Rebecca beziehen sie im Schatten eines französischen Schlosses ihr Winterquartier. Dann sterben plötzlich im Wald Rehe eines unnatürlichen Todes. Ein Werwolf, murmeln die Ziegen von der Nachbarweide. Ein Loup Garou! Oder nur doch ein Hirngespinst! Doch spätestens, als ein Toter unter der alten Eiche liegt, ist klar, dass auch Hirngespinste tödlich sein können. Die Schafe heften  sich auf die Spur des Garou und versuchen, mit Schafslogik, Mut und Kraftfutter, sich selbst und ihre Schäferin zu retten.

„….eine schöne, anrührende und sehr komische Geschichte – hinreißend gelesen von der Schauspielerin Andrea Sawatzki.“  RADIO BREMEN EINS

Leonie Swann „Garou“

Ein Schaf-Triller. Gelesen von Andrea Sawatzki

Hörbuch, 5 Cd`s, gekürzte Lesung, Länge ca. 375 Minuten, Random House Audio

Tipp von Mücke

Es gibt nur ganz wenige weibliche Stimmen bei denen ich an den Lippen hänge. Frau Andrea Sawatzki gehört defenitiv dazu, denn sie liest und lebt diese Geschichte. Es ist ein Genuss ihr zu zuhören.

Was habe ich mich gefreut, wieder was von Schaf Miss Mable, Moppel und co. zuhören. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch dieser Folgekrimi ist köstlich amüsant, herrlich wie „einfach“ Schaf denkt, schon allein was für eine helle Panik das teuflisch böse „T-Wort“ (Tierarzt) auslösst ist urkomisch.

Danke Frau Swann, Danke Frau Sawatzki. Machen sie weiter so. Sie sind ein tolles Team und ich will noch viele viele Schaf-Krimis hören!

Advertisements

Wochen-Tipp: „Wie die Madonna auf den Mond kam“ von Rolf Bauerdick

bauerdick-rolf-wie-die-madonna-uf-den-mond-kam.jpg

Das kleine Bergdorf Baia Luna liegt in Transmontanien, und das wiederum mag irgendwo nördlich, südlich, östlich oder westlich von Rumänien liegen, oder auch mittendrin (wofür manches spricht, nicht nur der häufige Konsum von Zuika-Schnaps und Carpati-Zigaretten in unserer Geschichte, Vampire kommen allerdings nicht vor). Ganz sicher aber liegt es in den Karpaten, aber wer weiß schon genau, wo die liegen, man sollte es sich einmal auf der Landkarte ansehen. Vielleicht ist es ein Kunstgriff des Autors, denn Baia Luna ist eben ein literarischer Ort, den manche Rezensenten auch schon mit Garcia Marquez`“Macondo“ verglichen haben.

In Baia Luna leben 250 Einwohner miteinander: Einheimische, Deutsche, Ungarn und Roma. Mittelpunkt des Dorfes ist der Dorfladen und die Schankstube von Ilja Botev. Die Geschichte, die vom damals 15-jährigen Enkel des Schankstubenbesitzers erzählt wird, setzt ein am 6. November 1957: Großvater Ilja und sein Freund, der Roma Dimitru, lauschen mit einem Blechtrichter am Ohr ins Weltall auf das Piepen des Sputnik. Beide sind überzeugt: Die Sowjets wollen mit der Weltraumexpedition beweisen, daß es Gott nicht gibt, weil er im Weltall nicht gefunden werden kann.
Für Pavel endet die Schulzeit abrupt, als die Lehrerin spurlos verschwindet. Kurz vorher hat sie ihm noch einen brisanten Auftrag gegeben: Als er das Foto des neuen Parteisekretärs im Klassenzimmer aufhängen muß, flüstert sie ihm zu: „Schick diesen Mann zur Hölle, vernichte ihn!“ Erst nach über 30 Jahren gelingt es Pavel, den Sinn zu verstehen und auch den Zusammenhang mit anderen seltsamen Ereignissen: Das Ewige Licht in der Dorfkirche erlischt, der Dorfpfarrer wird brutal ermordet und die Madonna in der Wallfahrtskapelle auf dem Mondberg wird gestohlen.
Das „Goldene Zeitalter“ des Sozialismus beginnt, die Dorfgemeinschaft gewöhnt sich an die neuen Zustände – fern von der Hauptstadt, entwickelt sich aber manches anders, als die neuen Machthaber es sich vorstellen, und die Aktionen von Geheimdienst und Parteifuntionären haben nicht immer den gewünschten Erfolg.
Daraus fabuliert Rolf Bauerdick eine bunte Geschichte in bester slawischer Erzählermanier – das Salz in der Suppe sind dabei die schrulligen Diskussionen zwischen Ilja und Dimitru, die sich ganz sicher sind, daß die Sowjets es auch auf die Gottesmutter Maria abgesehen haben. Mit ihrer ganz eigenen Logik kommen sie zu dem Schluß, daß die verschwundene Maria auf dem Mond verborgen ist – im „Mare Serenitates“, dem „Meer der Heiterkeit“, wo sonst?
Nach 30 Jahren ist der Zerfall des Sozialismus nicht mehr aufzuhalten. Die Katastrophe ist schließlich über Baia Luna hinweggegangen: Die größte Gefahr ist der Mensch, es hat viele Opfer gegeben – aber die Natur rettet sich selbst.

Ein Buch, das man wenigstens zweimal lesen kann!

Bauerdick, Rolf:
Wie die Madonna auf den Mond kam
Stuttgart: Dt. Verl.-Anst., 2009
515 S.

Tipp von Juliane Buff

„Das Grab ist erst der Anfang“ von Kathy Reichs

reichs-kathy-das-grab-ist-erst-der-anfang.jpg

Die Autorin weiß worüber sie schreibt, ist sie doch als forensische Anthrophologin für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig.
Die Forensikerin Brennan, ist wie immer, als Hauptfigur in den Thrillern ermittelnd tätig. Ebenso ist sie im TV als höchst erfolgreiche Fernsehserie Bones – die Knochenjägerin – zu sehen. (Aber die Bücher empfinde ich als deutlich spannender)
Als Tempe zu sich kommt, ringt sie in Todesangst nach Atem. Sie leigt an Händen und Füßen gefesselt lebendig begraben an einen Ort, wo sie niemand rufen hört. Doch allmählich kehrt die Erinnerung zurück… während sie und Detective Androw Ryan eine Reihe von brutalen Morden an älteren Frauen aufzuklären versuchen und unter Hochdruck daran arbeiten endlich den Serienkiller aufzuspüren, ist ihr eigenes Leben in Gefahr. Jemand will sie um jeden Preis scheitern sehen. Ihre Arbeit wird sabotiert und in ihrem Labor verschwinden plötzlich Beweismittel…
… und Tempes guter Vorsatz mit Detective Ryan ausschließlich Kollegen sein zu wollen scheint auch nicht ganz bestehen zu können…
Genaue forensische Berichterstattungen wechseln sich mit humorvollen Untermalungen und fesselnder Spannung ab. Ich konnte sehr gut den Alltag dabei vergessen.

Reichs, Kathy:
Das Grab ist erst der Anfang
München: Blessing, 2009
383 S.

vorgestellt von Christine Wilms

Hörbuch „Kalte Asche“ von Simon Beckett

kalte

„Beklemmend und spannend – bis zum furiosen Ende.“ (BamS)

Asche war alles, was von ihr übrig geblieben war. Und ihre Hände und Füße. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal untersucht, läuft ihm ein Schauer über den Rücken. Ihr Tod war kein Unfall, da ist er sich sicher. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten in Lewis mitteilen, doch ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Am nächsten Morgen ist der Constable tot, der den Tatort bewachen sollte. Damit ist klar: Der Mörder ist noch auf der Insel. Und David muss ihn finden, bevor er wieder tötet……

Simon Beckett „Kalte Asche“, gelesen von Johannes Steck

Hörbuch mit 6 Cd`s, 449 minuten, argon-hörbuch

Gänsehaut pur und empfohlen von Mücke

Spannung bis wirklich allerallerletzten Sekunde. Seit ganz langer Zeit hat mich ein Triller so mitgerissen, daß ich das in einem Rutsch gehört habe. Deshalb wird jetzt an dieser Stelle nichts mehr verraten, d.h. ausleihen, hören, gruseln und mitfiebern!

„Persönlichkeiten statt Tyrannen“ von Michael Winterhoff und Isabel Thielen

winterhoff-michael-personlichkeiten.jpg

Dieses Buch hat mich  – als Mutter dreier junger Heranwachsender in Erstaunen versetzt. Man wird angehalten über sein eigenes Verhalten gegenüber Heranwachsenden nachzudenken, muss sich vielleicht eingestehen, selbst auch Fehler gemacht zu haben.Das Buch ermutigt aber nicht aufzugeben, noch einmal Verantwortung zu tragen, noch ist nichts verloren. Eltern in Krisenzeiten brauchen trotz ihrer Schuldgefühle den Mut weiter zu machen und ihre “ Kinder“ nicht aufzugeben.
Gerade der Berufseinstieg ist einer der wichtigsten Lebensabschnitte im Leben eines jungen Menschens.
Auswirkungen von Entwicklungsstörungen werden in diesem Zeitpunkt deutlich sichtbar und es ist der letzte, in denen sie noch behandelbar sind.
Der grad der Ausbildungsreife nimmt immer mehr ab. In Zukunft wird auf unsere Gesellschaft ein noch größeres Problem dazu kommen. Jegliche Sozialkompetenz wird fehlen, alles wird für sich selbst eingefordert. Der Spaßfaktor ist das Wichtigste.
Dazu kommt noch die Krise des Ausbildungsmarktes.
Mit analytischen Erkenntnissen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis in Verbindung mit Beobachtungen und Rückschlüssen aus der täglichen Arbeit  ist ein diskussionsfreudiges Buch für alle Chefs, Ausbilder und Eltern entstanden.

Winterhoff, Michael und Thielen, Isabel:
Persönlichkeiten statt Tyrannen oder: wie junge Menschen in Leben und Beruf ankommen
Gütersloh: Gütersloher Verl.-Haus, 2010
189 S.

vorgestellt von Christine Wilms

Wochen-Tipp: „Die Quigleys ganz groß“ von Simon Mason

24334618z.jpg 

Endlich gibt es neue Geschichten von den Quigleys, der etwas chaotischen aber überaus liebenswerten Familie aus England.


In vier neuen Geschichten geht es u.a. um Wills scheinbar entflohenen Wellensittich Todesschwinge der sich nach ereignisreicher Suche putzmunter im Klavier wiederfindet.

Sehr unterhaltsam auch die Geschichte vom Träumer Willi der seltsame Sachen entdeckt, als er versehentlich in der Schule eingeschlossen wird.

Der Autor beschreibt Familienalltag, wie ihn jeder kennt – mit viel Humor, Augenzwinkern und Sympathie für die handelnden Personen.
Das Buch eignet sich sehr gut zum Vorlesen und zum Selberlesen ab 8 Jahren.

An dieser Stelle möchte ich auch einmal die Übersetzerin dieses Buches würdigen. Gabriele Haefs ist preisgekrönte Übersetzerin und Autorin. Sie erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis, Sonderpreis 2008 für das Gesamtwerk ihrer kinderliterarischen Übersetzungen.

Titel: Die Quigleys ganz groß
Autor: Simon Mason
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-551-55561-8


Wochentipp von Barbara Beine

 

Hörbuch „Die Zauberer – Die erste Schlacht“ von Michael Peinkofer

zauberer

„Das wahre Abenteuer der Zauberer beginnt hier…“

Erdwelt am Rande des Krieges. Die Orks überschreiten die Grenze der Modermark. Die Menschen rüsten zum Angriff, um das Joch der Elbenherrschaft abzuschütteln. Doch die größte Gefahr droht durch einen gerissenen, unheimlichen Feind – den Dunkelelfen Margok, der noch immer nicht besiegt ist. Die drei jungen Zauberer Granock, Aldur und Alannah werden damit betraut, in einem zerstörten Tenpel nach Hinweisen auf den Verbleib des Dunkelelfen zu suchen. Jenseits der tiefen Dschungel Aruns stoßen sie nicht nur auf ein uraltes Geheimnis und eine verschollene Zivilisation. Sie müssen auch erfahren, wo die Grenzen ihrer Freundschaft liegen. Und im Norden entbrennt die schicksalhafte Schlacht um die Zukunft von Erdwelt…..

Michael Peinkofer

„Die Zauberer – Die erste Schlacht“, gekürzte Lesung von Johannes Steck

8 Cd`, 600 Minuten mit Tracks, PiperVerlag GmbH

ausgewählt und empfohlen von Buddha

Sehen Sie meine Hörbuchvorstellung  von Teil1 weiter unten an. Meine Befürchtung war, daß meist ein weiterer Fortsetzungsteil  die hohen Erwartungen, die man hat, nicht halten kann,  – aber – M.Peinkofer und auch J.Steck erfüllen dies mühelos und mit einer Spannung, daß ich händekratzend auf Teil 3 „die Zauberer – Das dunkle Feuer“ warte.