Archiv für den Monat April 2010

Onlineumfrage „Bibliothek und Medienauswahl nach Eurem Geschmack?“

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Ab 1. Mai können Jugendliche an einer Online-Umfrage teilnehmen:

Wißt ihr, wo sich die nächste Bibliothek befindet? Welche Medien findet ihr besonders interessant? Kennt ihr die Angebote der Bibliothek, die speziell für Jugendliche sind? Wie sehr interessiert ihr euch für die Mitgestaltung und Mitwirkung in der Bibliothek?

Diese und andere Fragen stellt Franziska Ahlfänger, Studierende des Master-Studiengangs „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ an der Hochsschule der Medien in Stuttgart in einer Online-Befragung, die zu ihrer Abschlussarbeit „Partizipation Jugendlicher in Öffentlichen Bibliotheken“ gehört.

Die Online-Umfrage dauert 10-15 Minuten, unter allen Teilnehmern werden 3 Gutscheine für Medien oder Modeaccessoires im Wert von 60 € verlost.

Reisen bildet – Informationen gibt es in der Stadtbücherei

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„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, wußte Johann Wolfgang von Goethe zu berichten. Das fällt um so leichter, wenn man sich auf die Reise gut vorbereitet: Zum Beispiel mit einem Reiseführer. Für viele Ziele und zahlreiche Zwecke sind Reiseführer erschienen. Die Stadtbücherei Soest hat rund 150 neue Exemplare von Reiseführern angeschafft. Der ganze Bestand wurde rechtzeitig zur Ferienplanung aktualisiert.

Wer also noch Anregungen für Reiseziele sucht, wer die besten Tips für Südafrika zur Fußball-Weltmeisterschaft braucht, wer das Ruhrgebiet anläßlich der gegenwärtigen Kampagne „Ruhr.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ neu bereisen will – in diesen und anderen Fällen kann dem interessierten Leser in der Stadtbücherei geholfen werden.

Übrigens: Ältere Ausgaben von Reiseführern sind aus dem Bestand genommen. Wer sich dafür interessiert, kann auf dem Bücherflohmarkt der Stadtbücherei fündig werden und solche Reiseführer kaufen.

Wochen-Tipp: DVD „Der Junge im gestreiften Pyjama“

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Zu Anfang der 1940-er Jahre muss der achtjährige Bruno aufgrund der Versetzung seines Vaters aus der gemütlichen Wohnung in Berlin in einen, im Wald liegenden, unpersönlichen und kalten Betonklotz auf dem Land umziehen. Doch die umliegenden Wälder sind für Bruno nicht zum Spielen bestimmt. 

Trotz Verbot seiner Mutter spielt Bruno im Wald und landet nun am Lager, das er für einen Bauernhof hält und wundert sich lediglich darüber, das alle dort arbeitenden Bauern in gestreiften Pyjamas herumlaufen. Auf der anderen Seite des Zauns hockt ein Junge, Shmuel (ebenfalls 8). Schnell freunden sich die beiden Kinder an und treffen sich regelmäßig heimlich am Stacheldrahtzaun. Unterhalten sich, spielen Dame und können sogar miteinander lachen. Schließlich begegnen sie sich sogar einmal bei Bruno zu hause, wo Shmuel zur Arbeit hin geschickt wurde. Hier ereignet sich jener schicksalhafte Freundschaftsverrat, der zuletzt in die Katastrophe führt. 

Bruno ist hin- und her gerissen zwischen der Freundschaft zu Shmuel und der Liebe zu seinem Vater. Auch Brunos Mutter bemerkt nach und nach, dass sie nicht über alles im Bilde ist, was zu den beruflichen Pflichten ihres Ehemannes gehört. 

Eine starke Geschichte, die unter die Haut geht!

Darsteller:
Asa Butterfield, Jack Scanlon, Amber Beattie 

Regisseur(e): Mark Herman

Sprache:
Deutsch, Italienisch, Türkisch, Englisch                               

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren                                

Erscheinungstermin: 24. September 2009                                

Produktionsjahr: 2008                                

Spieldauer: 90 Minuten

Tipp von Iwona Plonus

„Soester Sagen“ – literarischer Spaziergang am 23.4.2010

Logo Welttag des Buches 2010

Am Welttag des Buches, dem 23.4.2010, laden wir Sie ein zu einem literarischen Spaziergang mit Alexandra Eckel durch Soest zum Thema „Soester Sagen“:

Sie erfahren, wie Soest zu seinem Namen kam, wie die Wiesenkirche gebaut wurde, warum der Turm der Thomäkirche schief ist, Sie dürfen sich gruseln vor vielen Hexen und Gespenstern entlang des Hellwegs, Sie hören von mehr oder weniger erfolgreichen Schatzsuchern und vom grauenvollen Schicksal des Ritters Themo.

Der Spaziergang beginnt um 19 Uhr. Treffpunkt: Stadtbücherei
Die Teilnahme ist kostenlos.

Wochentipp: „Der weite Weg nach Hause“ von Rose Tremain

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„Auf der Suche nach dem Glück“  Roman über das immer wieder Neu-Beginnen

Als Lev seine Frau Marina verliert, macht er sich auf den Weg: In seinem Dorf, irgendwo in Osteuropa, gibt es keine Arbeit.

Und wenn er für Mutter und Tochter sorgen will, muss er in die Fremde. Lev zieht es direkt nach London – eine schwere Zeit beginnt.

Doch irgendwann geht es endlich bergauf. Denn Lev ist fleißig und pfiffig und er trifft in schwierigen Situationen immer wieder auf freundliche Menschen, die ihm helfen. Und die neue große Liebe wartet auch noch….

Eine schöne Geschichte, voll Witz und Gefühl.

Tremain, Rose:

Der weite Weg nach Hause

Frankfurt: Suhrkamp, 2009

Tipp: Gerda Exner

Der tägliche Handy-Hotline-Technik-Terror

Haben Sie schon einmal versucht, sich eine Route von Google-Maps berechnen zu lassen?
Ich selbst habe letzte Woche damit einige interessante Erfahrungen gemacht. Das ist nämlich gar nicht so leicht wie man vielleicht denkt. 

Schon seit einiger Zeit existiert das Problem, dass Google die genaue Position der Stadtbücherei Soest nicht kennt. Mit der Zeit fiel das immer mehr ins Gewicht, da viele Leute versuchen, sich mit Hilfe von Google-Maps oder vergleichbaren Routenplanern zu orientieren. 

Nachdem dann vor einigen Tagen ein sehr erboster Herr bei uns anrief und sich darüber beschwerte, dass er in einem Wohngebiet im Soester Süden stehe und nirgendwo eine Stadtbücherei in Sicht wäre, dachte ich, es wäre an der Zeit, das Kartenmaterial von Google korrigieren zu lassen.
Und genau da begann die Odyssee… 

Wenn Sie im Suchfeld von Google-Maps die Begriffe „Soest“ und „Stadtbücherei“ eingeben, erhalten Sie zwei Ergebnisse:

          Stadtbücherei Soest, Severinstraße 10, allerdings mit der falschen Telefonnummer und, viel wichtiger, falsch verortet in der Nähe der Arnsberger Straße.

         Stadtbücherei Soest, Thomästraße, die falsche Adresse, dafür allerdings mit der richtigen Telefonnummer  

Nun dachte ich, dass müsste ja eigentlich ganz einfach sein, man schreibt einfach an Google eine Email und teilt den Bearbeitern dort die richtigen Daten mit. 

Tja… 

Es gibt auf der gesamten Seite keine Kontakt-Emailadresse. Zwar hat man die Möglichkeit, über „Hilfe“ auf „Kontakt“ zu gelangen, aber dort dreht man sich im Kreis, weil keiner der angegebenen Möglichkeiten wirklich zum Ziel führt.
Und die Geduld, mich selbst als Bearbeiter anzumelden und die falschen Daten zu korrigieren, hatte ich auch nicht.
Durch Recherche in verschiedenen Internet-Foren brachte ich dann doch noch eine Hotline in Erfahrung. Dort antwortete mir eine automatische Ansage, dass für alle Google-Produkte kein telefonischer Support angeboten wird.

Nach weiteren Minuten des entnervten Suchens fiel mir in der Suchergebnis-Liste neben jedem Standort ein kleines Drop-Down-Menü auf und hier gab es dann tatsächlich die Möglichkeit, „Ein Problem zu melden“. Ich füllte für jeden der Fehler ein Online-Formular aus und schickte es ab.  

Zwar wurde bisher noch keine der falschen Angaben korrigiert, doch lebt man ja immer in der Hoffnung. 

Wenn es Ihnen genau so geht, sei es bei der Suche nach der Stadtbücherei, beim Entziffern einer unverständlichen Bedienungsanleitung oder bei der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, rufen Sie uns an (wir erklären Ihnen den Weg zu uns) oder leihen Sie sich folgendes Buch aus. Es wird Ihnen zwar auch nicht helfen, Ihr neues Handy zu programmieren oder eine Fahrkarte nach München zu lösen, doch ist es ein beruhigendes Gefühl, zu lesen, dass man nicht der einzige ist, dem es so geht.
Nein, inzwischen ist es ganz normal, sich in einem täglich komplizierter werdenden Dschungel an Technik und sogenanntem „Kundenservice“ zu Recht finden zu müssen.
Für alle anderen ist es eine unterhaltsame Möglichkeit, sich über technikunbegabte Menschen zu amüsieren, die selbst beim Bedienen ihres Fernsehers an ihre Grenzen stoßen.

Herbert, Sibylle:
Bin ich zu blöd? : der Handy-Hotline-Technik-Terror
Köln : Kiepenheuer & Witsch, 2009
ISBN 978-3-462-04154-5 

Tipp von einer orientierungslosen Alexandra Eckel

Wochentipp: „Darf ich bitten“ von Claudia Teibler

 

 

 

„Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft“

sagte schon Fred Astaire, einer der bekanntesten Tänzer aller Zeiten.

 

Aber was ist Tanz eigentlich? Ist es „ein paar Minuten die Welt vergessen“? Oder ist es eine gesellschaftliche Verpflichtung? Eine Art zu kommunizieren oder ein religiöses Ritual?

 

Genau diese, aber auch unzählige andere Facetten des Tanzens beschreibt Claudia Teibler in ihrem Buch „Darf ich bitten“.

Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte des Tanzes und somit auch der Menschheit.

Bei den frühen Steinzeitmenschen gehörten Tanzrituale zum täglichen Leben, sei es bei der Geburt eines Kindes, zu Ehren einer gelungenen Jagd oder einfach zum Erzählen einer Geschichte.

Eines der frühesten Werke zum Thema, „Über die Tanzkunst“, stammt vom Schriftsteller Lukian von Samosota, um ca. 150 n. Chr. Er schreibt:

„In tausend anderen Gelegenheiten scheint nur eine Hälfte des Menschen, entweder die Seele oder nur der Körper, geschäftig zu sein. Im Tanz fließt gleichsam die Wirkung von beiden ineinander, jeder Gedanke ist Gebärde, jede Gebärde ist Gedanke.“ 

Im Mittelalter dann war es für das niedere Volk eine der wenigen Gelegenheiten für ausgelassenes Beisammensein, gleichzeitig entwickelte sich bei den höheren Ständen eine der zentralen Aufgaben, die Gesellschaftstanz bis heute erfüllt: Selbstdarstellung und Zurschaustellung von Macht und Ansehen.

 

Erst im 18. Jahrhundert wandelte sich der bis dahin verbreitete Reigen- oder Volkstanz zum Paartanz, wie wir ihn heute kennen: der Walzer war geboren und damit ein Ausbrechen aus der Sitten- und Moralstrenge der damaligen Zeit mit Hilfe des Tanzens.

 

Diese Geschichte des Tanzes zieht sich weiter über Charleston und Ragtime, Twist und Rock ’n’ Roll, aber auch die Bedeutung für Mode, Literatur, Film und vieles mehr werden erklärt.

 

Zu guter Letzt werden einige bekannte Tänzer vorgestellt, unter anderem Fred Astaire, dessen Steppschritte mit Ginger Rogers wohl für immer unvergessen bleiben.

 

Wen also nun die Lust am Rhythmus gepackt hat, sollte sich dieses Buch besorgen, und am besten gleich anschließend in die nächste Tanzschule oder Disco fahren.

Denn

„Tanz ist die Kunst, die die Seele des Menschen am meisten bewegt."        

                                                                                                                   Plato

 

Teibler, Claudia:

Darf ich bitten

München : Sandmann, 2009

ISBN 978-3-938045-38-1

 

Tipp von: Alexandra Eckel