Archiv für den Monat Januar 2010

Wochentipp: „Dewey und ich“ von Vicki Myron

An einem Januarmorgen am kältesten Tag des Jahres 1988 findet die Stadtbibliotheksleiterin von Spencer (Iowa), Vicki Myron, im Buchrückgabekasten einen kleinen, halberfrorenen Kater.

Dieser wird von den Mitarbeiterinnen der Bibliothek sofort adoptiert und auf den Namen Dewey getauft, nach Melvil Dewey, dem Erfinder der Dewey-Dezimalklassifikation, einem System zur Einordnung von Büchern in Bibliotheken.

 

Dewey entwickelte sich durch seinen offenen und freundlichen Charakter schnell zum Maskottchen von ganz Spencer.

 Er hatte eine eher katzen-untypische Art, auf Menschen zuzugehen und schaffte es nicht nur, kleine Kinder zu trösten oder sich mit Erwachsenen anzufreunden, sondern er veränderte auch das Selbstbild der Menschen.

Bedingt durch die wirtschaftlichen Probleme in Iowa brachen auch für Spencer schwierige Zeiten an, doch durch Dewey fassten die Menschen wieder Mut, wurde die Bibliothek zu einem Treff- und Anlaufpunkt für alle. Er wurde für die Einwohner das Symbol dafür, dass man selbst in einer ausweglosen Situation noch kämpfen muss und etwas erreichen kann. Denn schließlich schaffte er es, aus einer kalten Metallkiste zu einer internationalen Berühmtheit aufzusteigen.

Durch verschiedene Dokumentationen, Zeitschriften und das Internet gibt es selbst nach seinem Tod im Jahr 2006 weltweit eine riesige Dewey-Fangemeinde.  

Vicki Myron erzählt in ihrem Buch eine wahre Geschichte über eine Bibliothekskatze, aber sie liefert auch ein gutes Bild der Geschichte Iowas und ihrer eigenen familiären Situation.

 

Ich selbst konnte das Buch nicht aus der Hand legen und war fasziniert von den teils lustigen, teils traurigen und berührenden Anekdoten rund um diesen kleinen roten Kater.

 

Myron, Vicki:

Dewey und ich.

München : Page & Turner, 2008.

 

Tipp von: Alexandra Eckel

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Wochentipp: „Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele“ von Suzanne Collins

 

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In einer fernen Zukunft: Nordamerika wurde von Kriegen und Naturkatastrophen zerstört und an seine Stelle ist das Land Panem getreten, das in zwölf Distrikte unterteilt ist und  von einer grausamen Regierung geführt wird.

Jedes Jahr finden dort die so genannten „Hungerspiele“ statt, die an eine Rebellion gegen die Regierung und die darauf folgende Zerstörung des dreizehnten Distrikts erinnern sollen. Die Regeln sind einfach: Es kann nur einen Überlebenden geben. Für die Teilnahme werden aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen zwischen zwölf und achtzehn Jahren ausgewählt. Die „Spiele“ werden über das Fernsehen im ganzen Land übertragen.

Das Leben der sechzehnjährigen Katniss aus dem zwölften Distrikt ändert sich schlagartig als ihre erst zwölfjährige Schwester ausgewählt wird. Aus Angst um sie meldet sie sich freiwillig für die „Spiele“.

Als Peeta, der andere Tribut aus ihrem Distrikt ihr erst vor laufender Kamera seine Liebe gesteht und ihr in der Arena sogar das Leben rettet ist Katniss verwirrt. Empfindet er wirklich etwas für sie, oder beeinflussen die Kameras und die Hungerspiele sein Verhalten?


 

Suzanne Collins schrieb bisher nur Kinderbücher, „Die Tribute von Panem“ ist ihr erstes Jugendbuch; es ist als Trilogie angelegt.


 

Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben, wenn man es einmal angefangen hat, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl das Thema des Buches eher bedrückend ist, gibt es auch schöne oder lustige Passagen.

Allerdings ist dieses Buch nicht nur unterhaltsam, bei genauerem Hinsehen findet sich auch Gesellschaftskritik.

Zudem regt die Thematik dieses Buches zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und die Sensationsgier unserer Medien an. Man beginnt sich zu fragen, ob unsere Zukunft der im Buch beschriebenen ähnlich sein könnte und ob Reality-Shows wie Big Brother oder das Dschungelcamp nur eine Vorstufe der im Buch beschriebenen Hungerspiele sind.

Abgesehen von dem gesellschaftskritischen Punkt ist das Buch gut geschrieben, die Charaktere sind sympathisch und die Liebesgeschichte zwischen Katniss und Peeta ist ein Lichtblick in der sonst eher brutaleren Handlung.

Das Cover ist sehr schön gestaltet und sagt (im Nachhinein betrachtet) auch einiges über die Story aus.

Das Lesen dieses Buches lohnt sich auf jeden Fall und ich würde es jedem empfehlen, der gerne Fantasy, oder auch einfach gut geschriebene Jugendbücher liest.

Wem dieses Buch gefallen hat, empfehle ich außerdem den zweiten Teil der Trilogie, der voraussichtlich im Juli 2010 erscheinen wird.

 

Collins, Suzanne:

Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele

Hamburg : Oetinger, 2009.

 

Tipp von: Nora Sosna

Wochen-Tipp: „Überleben – Tiere und ihr Verhalten in der Wildnis“ von Charlotte Uhlenbroek

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Dass ich dieses Buch in die Hand genommen habe, lag vor allem an dem ansprechenden Cover. Aber bereits beim ersten Durchblättern wurde mir klar, dass dieser Bildband mehr als nur schöne Tierfotografien enthält.

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Interessante Textbeiträge, die mit wirklich außergewöhnlichen Tieraufnahmen ergänzt und auf dem neuesten Stand der Forschung sind, nehmen den Leser mit auf eine spannende Reise in die Tierwelt. Auf dieser Expedition lernt er die unglaublichen Anpassungen an die verschiedenen Lebensräume und die Überlebensstrategien der Tiere kennen und kann sein Wissen durch informative Grafiken und verständliche Erklärungen vertiefen.

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Ganz gleich, ob man sich eher für die Fotografien interessiert und die Texte nur überfliegt – es lohnt sich auf jeden Fall! Und beim Durchblättern bleibt man dann doch bei dem ein oder anderen Beitrag hängen, den man genauer liest und danach denkt man sich vielleicht: Ach, das habe ich noch nicht gewusst!

Charlotte Uhlenbroek:

Überleben – Tiere und ihr Verhalten in der Wildnis

München: Dorling Kindersley Verlag, 2009

Tipp von: Susanne Atorf

Schmitz‘ Katze : Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal

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„Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal“! Ralf Schmitz,  deutscher Comedian und Schauspieler, muss es ja wissen, denn seit 23 Jahren lebt er mit seiner Katze zusammen. Viele Geschichten die Ralf Schmitz mit seiner Katze Minka erlebt hat finden sich in diesem lustigen Hörbuch wieder.

Wie WG-tauglich seine Minka ist, davon erzählt der beliebte Comedian in seinem Hörbuch: Was tun, wenn die Katze aufs Klo muss, sich den Magen verrenkt, in die Pubertät kommt, das Liebesleben empfindlich stört oder an Alzheimer leidet? Schmitz‘ Katze ist voll mit witzigen Anekdoten, hilfreichen Tipps und lustigen Gags, bei denen nicht nur Katzenfreunde auf ihre Kosten kommen!

Hier noch ein zusätzlicher Tipp für alle Fans von Ralf Schmitz. Besuchen Sie doch ‚mal die Seite www.schmitz.tv 
Dort gibt es viele zusätzliche Infos zu entdecken, unter anderem auch ein Making of zum Hörbuch.

 

Tipp von Barbara Beine

 

Schmitz, Ralf:
Schmitz‘ Katze
Berlin : Argon , 2008
Umfang: 3 CD, Laufzeit ca. 210 Minuten